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"Außergewöhnliche Erfahrung": da-Vinci-Ausstellung im Louvre beeindruckt Besucher

Eine Besucherin schaut sich da Vincis Gemälde "Madonna Benois" an.
Eine Besucherin schaut sich da Vincis Gemälde "Madonna Benois" an. -
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Reuters
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Einzigartige Ansammlung an da-Vinci-Werken

Es ist die größte Ausstellung, die jemals zum Werk Leonardo da Vincis gezeigt wurde. Gemälde, Zeichnungen, Manuskripte, Skulputren und und und. 162 Werke des Renaissance-Künstlers und seiner Schüler sind im Louvre ausgestellt. Dem Pariser Museum scheint gelungen zu sein, was es zuvor angekündigt hatte: eine einzigartige Ansammlung an da-Vinci-Werken zusammenzutragen, wie es nur der Louvre kann.

Reuters, Benoit Tessier
Der Heilige Hieronymus von da Vinci im Louvre.Reuters, Benoit Tessier

Die Besucherin Gisele Lelemberg sagt: "Viele Werke scheinen verloren, verstreut zu sein, und deshalb entdecken wir bis heute Werke von ihm, und man versucht natürlich, ihre Echtheit zu bestätigen. In meinen Augen war er ein Genie. Er befasste sich mit allem, Technologie, Kreativität und Perfektion."

Zehn Jahre haben die Organisatoren die Werke zusammengetragen. Manche gehören der Queen, andere Bill Gates oder dem Vatikan. Der Vitruvianische Mensch kam erst Tage vor Eröffnnung und nach reichlich diplomatischen Querelen zwischen Frankreich und Italien aus der venezianer Accademia in Paris an.

Ursprünglich mit Rom vereinbarte Leihgaben wollte die mittlerweile zerbrochene Koalition aus Lega und Fünf Sterne neu verhandeln. Im September konnte Frankreich mit der neuen Regierung der Sozialdemokraten dann eine Einigung finden.

Einige Werke fehlen

Einige Werke fehlen: Die "Madonna mit der Nelke" aus der Sammlung der Alten Pinakothek in München, das einzige Museum in Deutschland, das einen Leonardo besitzt, "Die Dame mit dem Hermelin" des Nationalmuseums in Krakau und "Die Anbetung der Könige aus dem Morgenland" aus den Uffizien in Florenz sind nicht da. Für sie war ein Transport aus konservatorischen Gründen nicht möglich.

Und noch ein Werk sucht man vergeblich: den "Salvator Mundi", das teuerste Gemälde der Welt. Es wurde 2017 bei Christie's für 450 Millionen US-Dollar verkauft - und seitdem nicht mehr öffentlich gesehen. Der saudische Prinz Badr bin Abdullah soll es im Auftrag des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman ersteigert haben, wie es hieß. Später hörte man, dass er es für das Ministerium für Kultur und Tourismus von Abu Dhabi erworben haben soll.

Der Besucher David Graham sagt: "Das ist einfach großartig. Es zeigt, wie Leonardo da Vinci uns allen die Wissenschaft näher gebracht hat. Er sah viele hochinteressante Dinge voraus. Er hat sehr genau vermessen und war seiner Zeit voraus."

REUTERS/Benoit Tessier
Der "vitruvianische Mensch".REUTERS/Benoit Tessier

Mona Lisa virtuell erlebbar

Das wohl bekannteste Gemälde da Vincis, die Mona Lisa, ist nicht Teil der Ausstellung. Sie hängt weiter an ihrem Stammplatz, einem anderen Saal des Louvre. Dafür können Besucher der Ausstellung das Werk dank virtueller Realität ganz neu erleben. "Mona Lisa, Beyond the Glass" nennt sich das ganze.

Der Besucher Lorenz Baumer über die VR-Erfahrung: "Das ist eine ganz außergewöhnliche Erfahrung, man hat den Eindruck, in die Zeit Leonardo da Vincis zurückgereist zu sein, in seinen Kopf, in sein Universum. Man sieht, wie die Menschen damals lebten und trifft die Mona Lisa durch das, was sie uns erzählt."

Der Louvre selbst besitzt nach eigenen Angaben mit 5 Gemälden die größte Sammlung an Malereien von Leonardo sowie 22 Zeichnungen. Experten schreiben dem Universalgenie derzeit zwischen 15 und 20 Malereien zu. Die geringe Anzahl wird auf seine langsame Arbeitsweise zurückgeführt.

Die Ausstellung mit dem schlichten Namen "Leonardo da Vinci" geht noch bis zum 24. Februar 2020. Sie kann nur mit vorheriger Reservierung besucht werden.

Die Schau ist dem 500. Todestag des in Italien geborenen Malers (15. April 1452) gewidmet, der am 2. Mai 1519 in Amboise in Frankreich gestorben ist.

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