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Boeing-Chef zu 737-Max-Abstürzen: "Wir haben Fehler gemacht"

Boeing-Chef zu 737-Max-Abstürzen: "Wir haben Fehler gemacht"
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REUTERS/Sarah Silbiger
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Ein Jahr nach dem ersten von zwei Abstürzen einer Boeing 737 Max muss der Chef des Flugzeugbauers, Dennis Muilenburg, dem Handelsausschuss des US-Senats Rede und Antwort stehen.

"Es tut uns zutiefst leid"

Die Anhörung begann mit einer Entschuldigung. "Es tut mir leid - in meinem Namen und im Namen von Boeing – es tut uns wirklich zutiefst leid", sagte Muilenburg. Der Konzern nehme gerade Veränderungen an dem Unglücksflieger vor, damit die 737 Max zu einem der sichersten Flugzeuge werde, die jemals geflogen wurden.

“Diese Unfälle haben uns vor Herausforderungen gestellt und sie haben uns verändert", so Muilenburg weiter. "Wir wissen, dass wir Fehler und einige Dinge falsch gemacht haben. Wir verbessern uns, lernen dazu und wir werden nicht aufhören, zu lernen.“

"Fliegende Särge"

Vor dem Handelsausschuss musste sich der Boeing-Chef scharfer Kritik stellen. Er habe die Wahrheit vertuscht und immer wieder nur Halbwahrheiten aufgetischt, sagte die Senatorin Tammy Duckworth aus Illinois. Ein anderer Abgeordneter bezeichnete die Boeing 737 Max als "fliegende Särge".

Zwei Flugzeuge der Reihe waren im vergangenen Oktober und Januar abgestürzt. Es gab knapp 350 Tote. Eine falsch konstruierte Flugzeugsoftware gilt als Hauptursache für die Unglücke. Muilenbergs Auftritt vor dem US-Senat ist eine Wende in der viel kritisierten Kommunikation Boeings. Lange hatte er sich geweigert, öffentlich Verantwortung zu übernehmen.

Startverbot und Imageverlust belasten Boeing

Boeing wird verdächtigt, den Flieger überstürzt auf den Markt gebracht und dabei die Sicherheit vernachlässigt zu haben. US-Behörden prüfen diese Vorwürfe. Seit mehr als acht Monaten gilt ein weltweites Startverbot für das Flugzeugmodell. Ein Desaster für den Konzern, dessen Gewinn im dritten Quartal weiter einbrach,

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