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PSA-Gruppe und Fiat Chrysler verhandeln über Fusion

PSA-Gruppe und Fiat Chrysler verhandeln über Fusion
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An Herausforderungen mangelt es der Automobilindustrie nicht: Führerloses Fahren, Hybridwagen, Elektroantriebe und die Kritik von Umweltschützern. Diesen und anderen Aufgaben wollen sich die PSA-Gruppe, zu der Marken wie Peugeot, Citroen und Opel gehören, sowie Fiat Chrysler möglicherweise zusammen stellen. In einer gemeinsamen Mitteilung gaben die beiden Unternehmen bekannt, Fusionsgespräche aufzunehmen. Sollte die angedachte Hochzeit vollzogen werden, wird mit Kosten von einmalig rund 2,8 Milliarden Euro gerechnet. Gleichzeitig erwarten die beiden Konzerne aber auch Einsparungen im Milliardenbereich.

Sicher ist: PSA und Fiat Chrysler als Einheit wäre ein Automobilriese, der sich nach derzeitigem Stand in der Liste der weltweit größten Fahrzeugbauer hinter Volkswagen, Toyota sowie der Dreierallianz Renault-Nissan-Mitsubishi auf dem vierten Platz einreihen würde.

Regierungen Frankreichs und Italiens schauen genau hin

Zu den Anteilseignern der PSA-Gruppe gehört der französische Staat, der das Fusionsvorhaben in Person von Finanzminister Bruno Le Maire als gute Nachricht für die französische und die europäische Wirtschaft bezeichnete. Aber: „Der wichtigste Punkt für uns ist die Sicherung aller Werke und der Arbeitsplätze“, so Le Maire.

Auch die italienische Regierung verfolgt das Fusionsvorhaben mit Argusaugen - aus ähnlichem Grund: „Die Regierung wird in jedem Fall darauf drängen, dass die Ertragsfähigkeit in Italien und deshalb der Verbleib des Unternehmens in Italien garantiert sind“, sagt Ministerpräsident Giuseppe Conte.

Der im Juli 2018 verstorbene Sergio Marchionne hatte sich als Fiat-Geschäftsführer einen Ruf als Retter erarbeitet. Als Anhänger von Elektroantrieben galt er aber nicht, weshalb Fiat Chrysler auf diesem Gebiet Nachholbedarf attestiert wird. Die Fusion soll helfen - etwa getreu einem Leitspruch, den Marchionne geprägt hat: „Konsolidierung ist der Schlüssel zur Lösung des Problems.“

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