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Irland: Die Bauern und das Klima

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Irland: Die Bauern und das Klima
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Ein Familien-Bauernhof im Osten Irlands. Auf 300 Hektar Land grasen hier 300 Kühe und 200 Schafe.

Mit der Hilfe seiner sieben Schwestern hält Bauer Matt Murtagh den Hof am Leben.

Doch er kommt so gerade über die Runden.

"Dieses Jahr war es besonders hart", sagt er. "Die Preise für Rindfleisch sind im Keller, und das Wetter war schlecht."

Dazu kommt, dass die Landwirtschaft unter dem Druck der Klimapolitik steht.

"Die Rinderzucht ist zum Prügelknaben geworden. Und die Regierung glaubt, wenn man die Kühe bestraft, können alle weiter in ihren großen Autos fahren". so Murtagh.

Tatsächlich erklärte die Regierung in Dublin vor einiger Zeit den Notstand beim Klima und bei der Artenvielfalt.

Der zuständige Minister sprach von der größten Herausforderung unserer Zeit.

Die Regierung verabschiedete einen Klima-Aktionsplan, um Schadstoff-Emissionen zu reduzieren.

Landwirte wurden aufgefordert, auf Düngemittel zu verzichten und Moorflächen zu erhalten, nicht aber Viehbestände zu reduzieren.

In Irland lieben es die Menschen, übers Wetter zu reden. Beim Thema Klimawandel erhitzen sich die Gemüter.

In ihrem Radiosender Newstalk warnt die Umweltwissenschaftlerin Cara Augustenborg regelmäßig vor den Gefahren durch steigende Meerespegel, denen Irland als Insel ausgesetzt ist.

Dafür wird sie schon mal von Hörern der Panikmache bezichtigt.

Augustenborg: "Die Auswaschungen an unseren Ufern sind enorm. Bei uns läuft eine Bahnlinie entlang der Küste, die eines Tages wegen des Klimawandels verschwinden wird. Wir haben also allen Grund zur Sorge."

Auf dem Lande machen sich die Menschen schon Gedanken über das Klima, wollen aber die Konsequenzen gerecht verteilt wissen.

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