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Sinn Fein erklärt Vorherrschaft der etablierten Parteien für beendet

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Sinn Fein erklärt Vorherrschaft der etablierten Parteien für beendet
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Bei den Parlamentswahlen in Irland hat die linke Sinn Fein einen historischen Sieg davongetragen und kommt auf 37 Abgeordnete.

Stärkste politische Kraft wurde aber mit einem Sitz Vorsprung - also mit 38 Mandaten - die konservative Fianna Fail von Micheal Martin. In der Vergangenheit hatte Fianna Fail jegliche Zusammenarbeit mit Sinn Fein wegen deren Verbindung zur Terrororganisation IRA abgelehnt.

Die Partei Fine Gael von Ministerpräsident Leo Varadkar verliert 15 Sitze und hat jetzt 35 Abgeordnete.

Theoretisch vorstellbar ist auch eine Koalition von Fianna Fail mit Fine Gael, doch die beiden Parteien sind traditionelle Widersacher.

Neue politische Landschaft in Irland

Tatsächlich liegen Fianna Fail, Sinn Fein und Fine Gael sehr dicht beieinander, die politische Landschaft in Irland hat sich drastisch verändert. Verluste der beiden traditionellen, eher konservativen Parteien waren vorausgesagt worden. Sinn Fein konnte vor allem bei jungen Leuten punkten. Die Partei stellt sich auf die Seite derer, die sich in Irland trotz besserer Wirtschaftszahlen abgehängt fühlen - vor allem wegen hoher Kosten fürs Wohnen.

"Vorherrschaft der etablierten Parteien ist vorüber"

Sinn-Fein-Chefin Mary Lou McDonald sprach von einer "demokratischen Revolution".

"Diese Wahl zieht eine klare Linie, und ist eine Botschaft an die Adresse der etablierten Parteien, dass die Tage ihrer Vorherrschaft vorüber sind."

Alle Parteien sind weit von der absoluten Mehrheit entfernt.

Doch Beobachter hoffen, dass vor dem 17. März eine Regierung gebildet werden kann, wenn traditionell der irische Regierungschef im Weißen Haus empfangen wird.