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Kroatien und Serbien: gemeinsam innovativ mit EU-Hilfe

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Kroatien und Serbien: gemeinsam innovativ mit EU-Hilfe
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Dank R-Sol-E, einem von der Europäischen Kohäsionspolitik unterstützten Projekt, haben sich zwei kroatische und eine serbische Stadt im Bereich erneuerbare Energien zusammengetan: Der Energieverbrauch öffentlicher Gebäude und Infrastrukturen sinkt, während die Zusammenarbeit zwischen den Ländern zunimmt: Solarenergie, die Brücken baut, Thema dieser Folge von Smart Regions.

Der städtische Kindergarten im kroatischen Belisce bereitet sich auf den Winter vor: Das Gebäude wird seit einigen Monaten mittels Solarmodulen beheizt. Sie wurden im Rahmen des europäischen Projekts R-Sol-E installiert und von der EU-Kohäsionspolitik unterstützt. Ziel ist, Energie zu sparen.

"Wir verwenden jetzt seit einem Jahr die Solarmodule. Seit Januar erfassen wir den Strom- und Wasserverbrauch", erzählt der Leiter des Maslacak-Kindergartens Zdenko Glasovac . "Die Abrechnungen zeigen, dass wir bei Strom, Gas und Wasser eingespart haben."

Insgesamt gibt es fünf Solarstationen in Belisce (10.000 Einwohner) und eine in der Nachbarstadt Gorjani (rund 100 Einwohner), alle in öffentlichen Gebäuden. Sie produzieren 200.000 Kilowatt erneuerbare Energien pro Jahr. Die serbische Stadt Novi Sad (350.000 Einwohner) ist ebenfalls Partner des Projekts für erneuerbare Energie in öffentlichen Räumen.

Außerdem soll das Projekt die ehemaligen Feinde Kroatien und Serbien zusammenbringen: Die drei Städte teilen ihre Daten über Energieverbrauch und Energieeinsparungen:

"Egal, ob im Bereich erneuerbarer Energien, Umweltschutz oder ob es darum geht, unser Tourismusangebot zu verbessern, es gibt immer Gemeinsamkeiten. Meiner Meinung nach ermöglichen uns diese "interregionalen" Programme mit grenzüberschreitender Zusammenarbeit, gemeinsame Themen zu finden. Mit Hilfe derer können wir Brücken bauen. Wir bleiben also nicht in der Vergangenheit stecken, sondern blicken in die Zukunft", so R-Sol-E-Projektmanagerin in Kroatien Ljerka Vuckovic.

Das Euregio-Projekt in Fakten & Zahlen

Das Gesamtbudget für das Projekt beträgt mehr als eine Million Euro, wobei 858.630 Euro aus der EU-Kohäsionspolitik stammen. Das Ergebnis: eine Energieeinsparung von mehr als 60 Prozent, was einer Einsparung von 30.000 Euro jährlich für die drei Städte entspricht.

Innovative Straßenbeleuchtung in Serbien

Zwei Stunden östlich, im serbischen Novi Sad, ermöglichte das Projekt die Erfassung der öffentlichen Stadtbeleuchtung. Insgesamt gibt es 32.000 öffentliche Leuchten, von denen 22.000 brandneu sind, um das Netzwerk effizienter zu gestalten. Das Rathaus konnte seine Energierechnung um 80 Prozent senken - auch dank der Straßenbeleuchtung mit Solarzellen:

"Novi Sad hat 100 Solar-Straßenlaternen an verschiedenen Plätzen der Stadt und der Umgebung installiert: An Orten, an denen es keine Möglichkeit gab, die Lampen an das Stromnetz anzuschließen", so die serbische R-Sol-E-Projektmanagerin Zorica Ninic Stupar.

Das Projekt wurde von ähnlichen Intitiativen in anderen europäischen Städten wie Gussing und Graz in Österreich inspiriert. Die Straßenlaternen sind mit Sensoren ausgestattet: Sie leuchten, wenn es dunkel wird, sobald sich jemand nähert und schalten sich aus, wenn die Person geht.

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