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Uigurin berichtet von chinesischem Camp: "Wie Konzentrationslager"

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Uigurin berichtet von chinesischem Camp: "Wie Konzentrationslager"
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In der chinesichen Region Xinjiang sollen etwa eine Million Uiguren in so genannten Umerziehungslagern gefangen sein. Im November waren den Medien geheime Unterlagen über die Lager zugespielt worden und das Ausmaß der Verfolgung und Überwachung der ethnisch-religiösen Minderheit ans Licht gekommen.

Sayragul Sauytbay war Gefangene in einem dieser Lager. Vor eineinhalb Jahren floh sie aus China und bekam in Schweden Asyl. Die Uigurin gehört zu den wenigen Menschen, die fliehen und über ihre Erfahrungen berichten können.

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Sayragul Sauytbay war in einem chinesischen Umerziehungslager inhaftiert und berichtet von schwerer Folter.EVN

Sayragul Sauytbay:

_"Dann fingen die chinesischen Wachen an, sie abwechselnd vor unseren Augen zu vergewaltigen. Es fällt mir schwer, darüber zu sprechen, es ist zu emotional. Wir standen da wie lebende Leichen und sahen nur zu."
_

Die Lehrerin vergleicht die chinesichen Umerziehungslager in Xinjiang mit Konzentrationslagern während des Zweiten Weltkriegs.

Sayragul Sauytbay: "Das einzige, woran wir denken konnten, war, ob wir am nächsten Tag aufwachen würden. Sie nahmen mich und schlugen mich mit elektrischen Knüppeln. Das, was mir unter den Folterwerkzeugen am meisten Angst machte, waren die, die wie große Nadeln aussahen."

Die Regierung in Peking wirft muslimischen uigurischen Gruppen Separatismus und Terrorimus vor.

Sie hatte erklärt, dass es sich bei den Lagern um Berufsbildungszentren handelt und die Uiguren sich zu Fortbildungszwecken freiwillig dort aufhielten.