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"China Cables": 1 Mio. Uiguren in Lagern zu Gehirnwäsche interniert

Symbolbil Xinjiang
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Dem Recherche Netzwerk "International Consortium of Investigative Journalists" (ICIJ) - zu dem die Süddeutsche Zeitung, die BBC, der Guardian und Le Monde gehören - hat geheime Dokumente zu chinesischen Internierungslagern für Uiguren zugespielt bekommen. ICIJ spricht von der schlimmsten Masseninhaftierung einer ethnisch-religiöse Minderheit seit dem Zweiten Weltkrieg.

Auf Nachfrage des Guardian hat Chinas Botschaft in London die Berichte dementiert.

Die Süddeutsche Zeitung schreibt von einer "Maschinerie des Schreckens" und von einer der größten Menschenrechtsverletzungen unserer Zeit.

Laut Experten solle die Kultur oder gar die Minderheit der 11,5 Millionen Uiguren ausgelöscht werden. Über die Umerziehungslager war in den vergangenen Wochen berichtet worden.

Wie die BBC berichtet, wurden mehr als eine Million Menschen, die zur muslimischen Minderheit der Uiguren gehören, in der Provinz Xinjiang in geheimen Gefängnissen interniert. Offiziell gibt es nur Erziehungsanstalten, aber beschrieben werden Umerziehungslager, aus denen die Menschen nicht freikommen und in denen sie einer Art Gehirnwäsche unterzogen werden.

In den geleakten Papieren aus dem Jahr 2018 werden Details zu den Verhaltensregeln der Kommunistischen Partei in Xinjiang für die Lager dokumentiert.

"Niemals die Lager auf Fluchtwegen verlassen"

"Disziplin und Bestrafung bei Verhaltensverletzungen"

"Buße und Beichte"

"Das heilende Mandarinstudium ist oberste Priorität"

"Vollständige Videoüberwachung der Schlafsäle und Klassenzimmer ohne tote Winkel".

2019 bekommt der uigurische Menschenrechtsaktivist Ilham Tohti den Sacharow-Preis des Europaparlament.

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