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"Idioten" jubeln: Porto-Spieler verlässt den Platz nach rassistischen Beleidigungen

Moussa Marega (links) bevor er das Spielfeld verließ
Moussa Marega (links) bevor er das Spielfeld verließ   -   Copyright  Miguel Angelo Pereira
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Irgendwann war es genug: Bei einem Spiel der portugiesischen Primeira Liga am Sonntag wurde der Stürmer Moussa Marega vom FC Porto Opfer rassistischer Fangesänge. Als er das 2:1 gegen das Team aus Guimarães schoss, waren im Stadion der Gegenmannschaft laute Affengeräusche zu hören - eine gängige rassistische Beleidigung im Fußball.

Die Verbalangriffe hatten schon beim Aufwärmen begonnen. Als er dann das zweite Tor für Porto erzielte, wurde es ihm aber zu viel. Auch seine Teamkollegen sowie Coach Sérgio Conceição konnten ihn nicht davon überzeugen, zu bleiben. Marega lief wütend vom Platz und zeigte auf dem Weg in die Umkleidekabinen einen Daumen nach unten in die Kameras. Die gegnerischen Fans bejubelten seine Entscheidung.

Auf Instagram sprach der malische Fußballspieler von "Idioten, die ins Stadion kommen, um rassistisch herumzuschreien". Dem Schiedsrichter warf er vor, ihn nicht verteidigt zu haben. Als er nach dem Tor auf seine Hautfarbe zeigte, erhielt er gar selbst eine gelbe Karte. "Ich hoffe, dass ich dich nie wieder auf dem Fußballfeld sehe."

In den sozialen Medien wurden sowohl die Fans als auch die anderen Spieler für ihre Haltung kritisiert.

Marega verlässt den Platz wegen rassistischer Fangesänge

Der Verein des 28-jährigen Spielers dankte später auf Twitter all jenen, die sich im Fußball gegen Rassismus einsetzen. In einer Pressemitteilung hieß es, der gesamte Verein stehe hinter Marega, der zu mit dem Verlassen des Platzes "drastische Maßnahmen" habe ziehen müssen.

Das rassistische Verhalten verurteile man scharf.

Einige wiesen darauf hin wie gängig Rassismus im Fußball ist. "Ein neuer Tag, eine neue rassistische Beleidigung im europäischen Fußball."