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Corona-Virus löst Debatte um Grenzkontrollen aus

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Corona-Virus löst Debatte um Grenzkontrollen aus
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Menschen warten vor der Apotheke - der Rest der Stadt wirkt wie ausgestorben.

Das unter Quaratäne stehende Casalpusterlengo hat in Italien dem Corona-Virus ein Gesicht gegeben.

In der Zwischenzeit wurde in Italien und anderswo der Ruf nach einer Aussetzung des Schengen-Systems debattiert.

Grenzkontrollen, so das Argument, das Virus draußen halten.

Die EU-Kommission scheint davon nicht überzeugt.

Man stehe vor einer komplexen Situation, so Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides.

Entscheidungen müssten auf der Basis der Risikoabschätzung und wissenschaftlicher Erkenntnis getroffen werden.

Und sie müssten angemessen sein.

Die Weltgesundheitsorganisation habe bislang keinerlei Zwangsmaßnahmen empfohlen.

Am Brenner hat sich die Lage wieder normalisiert, der Zugverkehr wurde wieder freigegeben.

Eine Viruskontrolle hier halten Experten für wenig praktikabel.

Christof Ross von der Universität Flensburg: "We soll man das umsetzen? Die Leute sagen, sie sind gesund und fahren über die Grenze.

Ich glaube nicht, dass man da irgendwelche Zwangsmassnahmen umsetzen könnte wie Temperatur messen oder dergleichen. Das müsste dann auch in einem anderen Verhältnis zur Bedrohung stehen.

Noch ist Corona weniger gefährlich als die Grippe oder eine Maserninfektion, und das kriegen wir ja allemal ohne Grenzkontrollen in den Griff."

Auch die Regierung schloss Grenzkontrollen erneut aus.

Es gebe für eine so drastische Maßnahme keinen Grund.

Diese könnte für die italienische Wirtschaft verheerende Folgen haben.