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Plastikflasche auf den Kopf und Ganzkörperanzug? Kreativ gegen das Coronavirus

Plastikflasche auf den Kopf und Ganzkörperanzug? Kreativ gegen das Coronavirus
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Seit dem Ausbruch von COVID-19 haben Gesundheitsorganisationen und Regierungen versucht, Fehlinformationen über Vorbeugungsmaßnahmen aufzuklären.

Doch trotzdem werden viele Menschen aus Angst vor dem Virus sehr kreativ - gerade in China. Aber bringen diese außergewöhnlichen Vorbeugungsmaßnahmen tatsächlich etwas?

Euronews hat mir der Virologin Sizun Jiang von der Standford University darüber gesprochen.

1. Plastiktüten & Eimer

Sizun Jiang: Dies ist ein sicherer Weg, eher zu ersticken, anstatt dem Virus zu entkommen.

2. Mundspray

Sizun Jiang: Außer wenn Sie direkt Bleichmittel in den Hals sprühen (was sie auf keinen Fall tun sollten!), glaube ich nicht, dass dies einen Virus töten kann. Zur Desinfektion von Viren werden mehr als 60 Prozent Ethanol benötigt, aber es ist eine schlechte Idee, das direkt in den Hals zu sprühen.

3. Löcher für Augen und Zigaretten in Masken

Sizun Jiang: Diese Personen werden sich wahrscheinlich beim Hinfallen verletzten, weil sie nicht sehen können, wohin sie gehen. Oder eher an Lungenkrebs sterben. Noch dazu wird damit der Sinn und Zweck einer Gesichtsmaske zunichte gemacht.

4. In einer Plastikblase arbeiten

Sizun Jiang: Dies ist eigentlich eine gute Idee von dem Taxifahrer, um den Kontakt mit den Passagieren und mit Aerosolen* zu minimieren. Trotzdem sollte man zusätzlich zu dieser Schutzblase gute Hygienepraktiken einhalten.

*Der Begriff Aerosole bezieht sich auf eine Ansammlung von mit Krankheitserregern beladenen Partikeln in der Luft. Diese von Infizierten ausgeatmeten Aerosolpartikel können eingeatmet werden und so das Virus übertragen.

5. Das Fußschütteln

Sizun Jiang: Geniale Art, um den Kontakt mit Menschen zu minimieren und gleichzeitig ein freundliches Auftreten zu bewahren!

6. Ganzkörper-Plastiktüte

Sizun Jiang: Sicherer Weg, um zu ersticken oder durch Stolpern verletzt zu werden.

7. Plastikflaschen oder Behälter auf dem Kopf

Sizun Jiang: Während diese Behälter vor der Übertragung von Viren aus nächster Nähe durch Aerosole schützen können, kann man dennoch über die Hände mit den Viren in Kontakt kommen. Wenn die Haut den Virus auf Oberflächen berührt wie Telefone oder anderes, kann man so kontaminiert werden.

8. Kostüme

Sizun Jiang: Kreativ. Stellen Sie sicher, dass sie ausreichend frische Luft bekommen ist. Und dass das Kostüm einen guten Luftfilter hat. Ganz zu schweigen davon, dass Sie daran denken, Außerdem sollten sie natürlich daran denken den Anzug nach dem Gebrauch zu dekontaminieren, sonst ist der Zweck zunichte gemacht.

Dabei könnte es doch so einfach sein

Anstatt sich von diesen kreativen Präventionsmethoden inspirieren zu lassen rät Sizun Jiang von der Stanford University folgendes: "Ihre Hände häufig mit Seife zu waschen (idealerweise), aber auch nur fließendes Wasser ist in Ordnung. Minimieren Sie den Körperkontakt mit anderen und wenn Sie frühe Symptome wie Fieber, Husten, extreme Erschöpfung verspüren, seien sie verantwortungsbewusst und stellen sie sich selbst unter Quarantäne. Vermeiden sie den Kontakt mit anderen. Vermeiden Sie überfüllte Orte, fangen sie nicht wie verrückt an, Großeinkäufe aus dem Supermarkt zu lagern.“