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Alarm zum Tag des Waldes

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Alarm zum Tag des Waldes
Copyright  CE - Service audiovisuel;Stache, Christof;Agence France-Presse (AFP);/UE/AFP/Chritof Stache
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Das Coronavirus hat den Kampf gegen den Klimawandel in den Hintergrund treten lassen.

Doch an diesem Samstag ist die Gelegenheit, Alarm zu schlagen.

Es ist der Internationale Tag des Waldes, und selbigem geht es schlecht.

In Belgien etwa haben wiederholte Superhitze und Trockenheit das Ökosystem Wald geschwächt, vor allem durch Insekten wie dem Borkenkäfer, worauf der Forstwirt Pierre Peltzer hinweist.

Das sei ein Effekt der Erderwärmung, wenn Nadelbäume verstärkt vom Borkenkäfer angegriffen würden.

Die dann noch mehr geschwächten Bäume würden abgeholzt, wodurch Lichtungen entstünden, was den angrenzenden Baumbestand anfällig mache für schwere Stürme.

Der Klimawandel beeinträchtigt zudem die Entwicklung der Bäume.

Blätter und Blüten erscheinen jahreszeitlich immer früher und fallen im Herbst später als normal.

Dieses Phänomen setzt das gesamte Ökosystem unter Stress.

Die Vegetation sei die Basis der Nahrungskette, erklärt Corentin Rousseau vom Umweltverband WWF.

Einige Arten hätten sich dem Klimawandel angepasst, etwa Raupen, die, weil sie sich von den früher fallenden Blättern ernährten, jetzt früher ausschlüpften.

Das schade aber den Zugvögeln, denn nach deren Rückkehr sei der Höhepunkt des Raupenbestands bereits überschritten.

Die Folge: weniger Nahrung und ein Rückgang des Vogelbestandes. Nun schon seit einigen Jahrzehnten.

Eine Antwort darauf ist die Wiederaufforstung. Das ist das Projekt der Königlich-belgischen Forstgesellschaft.

Dieses Projekt Arboretum hat zum Ziel, Baumarten in wärmeren und trockeneren Klimazonen ausfindig zu machen und sie dann auf ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Trockenheit und gegenüber Schädlingen zu testen, um sie in Belgien wachsen zu lassen.

Weltweit machen Wälder rund 80 Prozent der biologischen Vielfalt auf der Erde aus.

Zudem lagern sie Kohlenstoff und filtern das Regenwasser.