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Coronavirus: Brüssel sieht mehr Kooperation unter Mitgliedstaaten

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Coronavirus: Brüssel sieht mehr Kooperation unter Mitgliedstaaten
Copyright  EC Ylva Johansson
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Das Coronavirus hat die Kooperation auf EU-Ebene auf eine harte Probe gestellt.

Bilder von Lastwagen an der polnischen Grenze erinnerten daren, dass die meisten EU-Staaten im Falle einer Krise allein handeln.

Brüssel bemühte sich, die Grenzen offen zu halten, um wichtigen Versorgungsgütern die Durchfahrt zu gewährleisten.

Im Gespräch mit Euronews erklärte EU-Innenkommissarin Ylva Johansson, die Situation werde zusehends besser.

Es sei verständlich, dass die Mitgliedstaaten sehr schnell gehandelt hätten, um die soziale Distanz so groß wie möglich zu halten.

Doch das Virus sei bereits überall in der EU. Es gebe daher keine Möglichkeit, das Virus zu stoppen, indem man Menschen an den Grenzen stoppe.

Allerdings könne der menschliche Austausch begrenzt werde, indem die Menschen weniger reisten.

Grenzkontrollen bleiben eine nationale Entscheidung. Dies macht jede Koordination kompliziert. Doch genau eine solche Koordination war während des raschen Ausbruchs der Pandemie in Europa von kritischer Bedeutung.

Es scheint indes, dass viele Länder mittlerweile merken, dass eine Kooperation der Schlüssel im Kampf gegen das Virus ist.

Ylva Johansson: Einige Mitgliedstaaten hätten die Kommission gebeten, mehr zu tun, als sie normalerweise tue.

Die Länder wollten mehr Koordination, sie begrüßten Richtlinien und arbeiteten eng mit ihren anderen Partnern zusammen.

Die Kommission wolle dabei Hindernisse beseitigen und für eventuelle Kostenprobleme Lösungen finden.

Es gebe weiterhin Schwierigkeiten, aber es gebe auch den politischen Willen, untereinander und mit Brüssel eng zusammen zu arbeiten.

Es gilt nun, die Reisefreiheit und den Binnenmarkt vor dem Virus zu schützen.