Eilmeldung
This content is not available in your region

Iberia-Passagiere entsetzt: Flieger vollbesetzt

euronews_icons_loading
Iberia-Passagiere entsetzt: Flieger vollbesetzt
Copyright  AP Photo/Bernat Armangue
Schriftgrösse Aa Aa

Nach Protesten der Passagiere wegen zu geringem Mindestabstand in einer Maschine von Madrid nach Gran Canaria hat die spanische Polizei Guardia Civil eine Beschwerde gegen den Billigflieger Iberia Express eingereicht. Die Fluggäste waren entsetzt, als sie sahen, dass der Flieger so gut wie voll war. Der Kapitän sagte, alle Vorschriften zum Schutz vor dem Coronavirus seien eingehalten worden. Wer wolle, könne aussteigen. Zum Eklat kam es vor dem Abflug in einem der wenigen Flüge, die trotz Coronakrise wegen Familienzusammenführung von Madrid auf die Kanaren fliegen.

In der Luftfahrtbranche herrscht große Unsicherheit über die Regeln zum Schutz vor dem Coronavirus. Iberia Express gab an, die Luft in der Kabine werde alle drei Minuten erneuert, das Tragen von Masken genüge. Am Mittwoch will sich die EU-Kommission äußern.

Nach Angaben des Luftfahrtverbandes IATA können die Airlines es sich nicht erlauben, den Mittelplatz frei zu lassen. Flugtickets würden dann um mehr als die Hälfte teurer.

Ryanair will wieder durchstarten

Unterdessen gab Ryanair, Europas größter Billigflieger, bekannt, ab dem 1. Juli würden 40 Prozent der regulären Flüge wieder stattfinden. Voraussetzung für den Neustart sei, dass die Regierungen die Reisebeschränkungen für Flüge innerhalb der EU lockern und an den Flughäfen Sicherheitsmaßnahmen zum Gesundheitsschutz eingeführt würden.

Im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur bekräftigte Ryanair-Manager David O'Brien aber auch die Pläne, wegen der langfristig schwächeren Nachfrage rund jeden fünften Job zu streichen.

Im kommenden Winter und im Sommer 2021 werde Ryanair im Gesamtnetz voraussichtlich nur 80 Prozent der vorherigen Kapazität fliegen, sagte O'Brien. Dafür würden auch nur 80 Prozent des fliegenden Personals benötigt. Es sei aber noch zu früh, die genauen Auswirkungen auf die Basen und die rund 1200 Beschäftigten in Deutschland zu benennen. Es hänge von den jeweiligen Kosten, Steuern und Bedingungen an den Standorten ab, ob sich ein Angebot wieder lohne. Grundsätzlich stünden somit auch in Deutschland hunderte Jobs auf der Kippe. Das Niveau des Vorjahres werde man frühestens in den Jahren 2022 oder 2023 wieder erreichen.