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Parlamentswahl in Nordmazedonien - Ausgang unabsehbar

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Parlamentswahl in Nordmazedonien - Ausgang unabsehbar
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Die rund 1,8 Millionen Wahlberechtigten in Nordmazedonien sind am Mittwoch mit Abstand und Maske an die Urnen gegangen, um eine neues Parlament zu wählen. Es waren die ersten Wahlen seit der Umbenennung des Landes von Mazedonien in Nordmazedonien.

Die Sozialdemokraten (SDSM) mit Spitzenkandidat Zoran Zaev liegen in den Umfragen knapp vorne, könnten aber im Falle eines Wahlsiegs nicht alleine regieren. Der im Januar zurückgetretene Regierungschef will erneut ins Amt.

Zoran Zaev, "Die Wahl wird darüber entscheiden, wer sich um die Gesundheit der Bürger kümmert, wer die Verhandlungen mit der EU führen und sich mit dem Wirtschaftswachstum und der Entwicklung zum Wohle aller Bürger der Republik Nordmazedonien befassen wird."

Die Nationalkonservativen (VMRO-DPMNE) um Parteichef Christian Mickovski könnten zweitstärkste Kraft werden.Er hält die Sozialdemokraten für korrupt und wirft ihnen Wahlbetrug vor. Christian Mickovski: "Was in den letzten Tagen alles passiert, die zahlreichen Unregelmäßigkeiten, werden Konsequenzen haben. Es wird einen Schatten auf den ganzen Wahlprozess werfen. Diejenigen, die dafür verantwortlich sind, sollen wissen, dass es der letzter Versuch der SDSM-Führung und Zoran Zaev war, er wird ersetzt werden."

Wahl trotz Coronazahlen auf Allzeithoch

Mitte März hatte Nordmazedonien einen strengen Lockdown eingeführt, der den Ausbruch des Coronavirus vorübergehend eindämmt hatte. Seitdem jedoch die Präventivmaßnahmen gelockert wurden, ist die Zahl der Neuinfektionen in die Höhe geschnellt und befindet sich derzeit auf einem Allzeithoch.

Das Interesse der Bürger an der Wahl ist in Corona-Zeiten verhalten, die Wahlbeteiligung war gering und lag deutlich unter der letzten Wahl im Jahr 2016. Bis 15 Uhr hatten nur knapp 32 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, wie die Staatliche Wahlkommission mitteilte. Die Wahllokale hatten bis 21 Uhr geöffnet.

Nordmazedoniens Präsident Stevo Pendarovski: "Wir müssen heute transparente, faire und demokratische Wahlen durchführen und gleichzeitig alle Wähler schützen. Wie Sie wissen, gehören wir zu den ersten fünf, sechs Ländern der Welt, die während der Coronavirus-Pandemie Wahlen organisieren."