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Erstmals nach 20 Monaten - Serbien-Kosovo-Gespräche in Brüssel

Erstmals nach 20 Monaten - Serbien-Kosovo-Gespräche in Brüssel
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Lange herrschte Eiszeit, jetzt haben sich die Konfliktparteien Serbien und Kosovo erstmals seit 20 Monaten in Brüssel zu Gesprächen getroffen.

Für Serbiens Präsident Aleksandar Vucic und Kosovos Ministerpräsident Avdullah Hoti geht es um Wege zur Normalisierung der Beziehungen ihrer Länder.

Unter Vermittlung der EU war der Belgrad-Pristina-Dialogprozess in der vergangenen Woche wiederbelebt worden, nachdem er 2018 eingefroren war. Die beiden Staats- und Regierungschefs hatten sich am Sonntag bereits zu einer Videokonferenz mit dem EU-Außenbeauftragten Josep Borrell und dem EU-Sonderbeauftragten für den Balkan, Miroslav Lajcak, zusammengeschaltet.

Er sei froh, dass die EU wieder in der Vermittlerrolle sei, sagte Josep Borrell. Er erwarte, dass die Diskussionen zu einer umfassenden Normalisierung der Beziehungen zwischen dem Kosovo und Serbien beitragen werden.

Das Verhältnis zwischen Serbien und dem Kosovo ist ungeklärt, seitdem der Kosovo 2008 einseitig seine Unabhängigkeit erklärt hat. Mehr als 100 Länder, darunter Deutschland, haben die Unabhängigkeit des Kosovo anerkannt. Andere, darunter Serbien, Russland, China und fünf EU-Länder, tun das bis heute nicht. Ziel der Gespräche ist es, das Verhältnis zwischen Serbien und dem Kosovo zu klären.

2011 begonnene, von der EU vermittelte Gespräche zwischen Belgrad und Pristina führten zu einigen Erleichterungen im Alltag wie zu einer gewissen Reisefreiheit zwischen den beiden Balkanländern. Bei größeren Themen wie der Anerkennungsfrage vermochten die Seiten ihre Differenzen bislang nicht zu überbrücken.