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Euronews-Umfrage: Tourismus in Europa bricht ein

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Euronews-Umfrage: Tourismus in Europa bricht ein
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Mit dem Beginn der Coronavirus Pandemie ist das europäische Modell der offenen Grenzen unter Druck geraten. Einige Regierungen haben ihren Grenzen geschlossen. Jetzt öffnen sich die Schlagbäume wieder, nachdem die Infektionszahlen sich zu normalisieren scheinen.

In Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut "Redfield & Wilton Strategies hat euronews die Stimmung in der Bevölkerung hinterfragt.

Es gibt einen gravierenden Unterschied zwischen Deutschland und anderen Ländern. Während in Italien, Frankreich und Spanien deutliche Mehrheiten für Grenzschließungen sind, ist in Deutschland mehr als die Hälfte der Befragten der Meinung, dass die Grenzen offen gehalten werden sollten.

Doch paradoxerweise sind 56 % der Deutschen der Meinung, dass es nicht sicher ist, ihre Grenzen zu überschreiten, um in südliche Länder zu reisen. Das ist auch die vorherrschende Meinung in Italien, Frankreich und Spanien. Über die Hälfte der Bürger glaubt, dass es für Nordeuropäer unsicher ist, in den Süden zu reisen.

Das sind schlechte Nachrichten für die Mittelmeerländer, die für diesen Sommer noch auf steigende Touristenzahlen hoffen.

Vor der Pandemie waren die Deutschen diejenigen, die am liebsten ins Ausland in den Urlaub fuhren. Auch mehr als zwei Drittel der Italiener, Franzosen und Spanier hatten irgendeine Art von Reiseplan, sei es im Ausland oder im Inland.

Jetzt hat sich das alles geändert. 61 % Prozent der Deutschen wollen nirgendwo hin. Auch 60 Prozent der Spanier wollen Zuhause bleiben. Die Italiener und Franzosen sind etwas reiselustiger, aber etwas mehr als die Hälfte der Bürger will nicht reisen. In allen vier Staaten wollen nur sehr wenige ins Ausland.

Die Lockerung der Coronabeschränkungen hat dazu geführt, dass sich das öffentliche Leben in Europa der Normalität langsam nähert. Aber die aktuelle Situation ist alles andere als Normal. Der Einbruch in der Tourismusbranche wird für die Mittelmeerländer dramatische wirtschaftliche Folgen nach sich ziehen.