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Die Maß im Plastikbecher: Oktoberfest in China

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Oktoberfest Made in China
Oktoberfest Made in China   -   Copyright  AFP
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"O'zapft is!" Während das Münchner Oktoberfest - das größte Volksfest der Welt - in diesem Jahr ausfällt, feiern sie in Tsingtao das "Tsingtao Beer Festival" . Rund um die "Wies'n" dürften solche Bilder für Wehmut sorgen.

In Tsingtao ist derweil die Maß voll, pardon, der Plastikbecher. Eher maßvoll ist hier das Glas voll. Dafür fröhlich feiernde und trinkende Menschen - kein Mundschutz weit und breit. Corona - was was das noch? Nur wer ganz genau hinsah, merkte, dass die "Bierstadt" auf eine Besucherkapazität von 30 Prozent beschränkt ist. Das Personal muss Masken tragen. Bei den Besuchern wird Fieber gemessen. Importierte Bierbehälter werden auf das Virus getestet und desinfiziert.

Wer es zum Ausschank geschafft hat, fühlt sich wie in der guten alten Zeit vor Corona, wie die Touristin Wang Hua: "Es ist ein halbes Jahr her, seit ich das letzte Mal verreist bin. Ich fühle mich im Moment so glücklich und entspannt!"

1.500 Biersorten gibt's bis Ende August zu probieren, darunter auch das heimische "Tsingtao". Das wird seit 1903 in der Küstenstadt beraut. Bei der Eröffnung war die Stadt noch eine deutsche Kolonie im Kaiserreich. Auch das Bierfest haben sie sich in Deutschland abgeschaut - München lässt grüßen.

Das Festival sei eine Chance für die Menschen, "zum normalen Leben zurückzukehren und anzustoßen", verkündete der chinesische Fernsehsender CCTV seinen wissendurstigen Zuschauern.

Eher nüchtern diese Randnotiz: China meldete am Montag 43 neue Coronavirus-Infektionen.