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Großputz auf dem Meeresgrund

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Großreinemachen unter Wasser
Großreinemachen unter Wasser   -   Copyright  Euronews
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Das Mittelmeer, unweit der griechischen Insel Kefalonia: Auf dem Meeresgrund in rund 50 Metern Tiefe liegt seit 1941 das britische U-Boot HMS Pereus. Es wurde von einer Mine getroffen und versenkt. Nur John Capes, der Heizer, überlebte. Er schaffte es an die Oberfläche und schwamm meilenweit im Dunkeln bis nach Kefalonia, wo er mehr als ein Jahr lang von Inselbewohnern geschützt und versteckt wurde. Taucher entdeckten das Wrack 1997.

Jetzt haben Mitglieder der Initiative "Gesunde Meere" mal gründlich aufgeräumt rund um das Wrack. Was auf den ersten Unterwasserblick skurril erscheint, hat einen durchaus ernsten Hintergrund. Die Taucher entfernten eine halbe Tonne verlassenes Fischfanggerät - verloren gegangene Fischernetze - so genannte "Geisternetze" -, die sich im Laufe der Jahre um das Wrack gewickelt haben. Diese Netze verwandeln sich oft in Todesfallen für Meereslebewesen. Jedes Jahr sterben Millionen von Tieren, die sich in den Nylongeschirren verfangen.

Die eingesammelten Netze werden übrigens recycelt. Aus den Nylonabfällen werden Strümpfe, Badebekleidung oder Teppiche. So gibt es bei diesem Großreinemachen eingentlich nur Gewinner.