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Freunde der Meeresfrucht, sie ist wieder da: Die portugiesische Felsenauster

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Freunde der Meeresfrucht, sie ist wieder da: Die portugiesische Felsenauster
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Portugal, etwa 50 km südlich von Lissabon, die Mündung des Flusses Sado. Hier baut Pedro Ferreira die unter Kennern gefragte portugiesische Felsenauster an. In den 1970er Jahren war die Delikatesse praktisch verschwunden, ausgerottet durch Krankheiten und Umweltverschmutzung. Jetzt erlebt sie eine Renaissance, auch dank der Nachfrage aus dem Ausland.

Diese Baby-Austern kommen aus einer französischen Zucht in La Rochelle. Wir ziehen auf, und die Franzosen exportieren dann viele der Austern nach China, Russland, Dubai und andere Märkte.
Pedro Ferreira
Austernzüchter

Seit der Fluß wieder sauber ist, gedeihen die Austern besser als in anderen Zuchtgebieten Europas. In Portugal wächst eine Auster in zwei Jahren zu einer Größe, für die sie in Frankreich drei oder vier Jahre braucht. Dass die portugiesische Auster mit französischer Hilfe wieder gedeiht, verdankt sie einem Beinhahe-Unglück vor 160 Jahren.

Um 1860 exportierten die Portugiesen Austern und Salz in die Länder Nordeuropas. Ein mit Austern beladenes portugiesisches Schiff auf dem Weg nach England geriet vor Frankreich in einen Sturm und suchte Schutz in der Bucht von Arcachon. Als seine Ladung anfing zu stinken, liess sie der Kapitän über Bord zu werfen. Aus den überlebenden Austern wurde die größte natürliche Austernbank Frankreichs.
Célia Rodrigues
Austernzüchterin

Der Großteil der Austernproduktion geht nach Frankreich und wird dort vermarktet. Dort nennt man sie auch "die Portugiesen".

Das der kulinarische Genuss der Auster ursprünglich den Franzosen zugeschrieben wird, bringt Portugals Geniesser nicht aus der Ruhe. Zum einen bleibt genug für sie, zum anderen sind sie großzügig.

Die Auster ist ein Teil des portugiesischen Erbes, richtig? Sie mag französisches gastronomisches Erbe sein, aber ihr Ursprung ist in Portugal. Deshalb lieben die Franzosen "die Portugiesen"!
Célia Rodrigues
Austernzüchterin

Ob französisch oder portugiesisch, frisch sollte sie sein, am besten mit etwas Zitrone.