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"Schwere Nebenwirkung": AstraZeneca setzt Tests an Corona-Impfstoff aus

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Impfstoff der Universität Oxford
Impfstoff der Universität Oxford   -   Copyright  Pool/AP
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Der Pharmakonzern AstraZeneca hat mitgeteilt, dass die Tests des zusammen mit der Universität Oxford entwickelten Impfstoffs gegen das Coronavirus zunächst ausgesetzt werden. Als Grund wird eine "schwerwiegende Nebenwirkung" des Vakzins "AZD1222" genannt. Der Impfstoff basiert auf abgeschwächten Erkältungsviren von Schimpansen.

Das britisch-schwedische Unternehmen teilte dies in einer von Statnews veröffentlichten Erklärung mit. Der Standardüberprüfungsprozess habe eine Impfpause ausgelöst, um die Kontrolle der Sicherheitsdaten zu ermöglichen, heißt es. Inzwischen sollen keine weiteren PatientInnen geimpft und bereits Geimpfte beobachtet werden.

Unter welcher Nebenwirkung die Testperson leidet, wurde in der Mitteilung nicht erläutert. Laut New York Times handelt es sich um Transverse Myelitis- eine Entzündung des Rückenmarks.

Die EU hat mit AstraZeneca bereits ein Abkommen zum Kauf des möglichen Impfstoffs unterzeichnet.

Ende August hat AstraZeneca mit den Tests der Phase 3 an 62 Standorten in den USA begonnen. Auch in Großbritannien, Brasilien und Südafrika hatten zuvor Tests der Phasen 2 und 3 am Menschen angefangen.

Experten verweisen darauf, dass Testunterbrechungen in der Impfstoff-Forschung nichts Ungewöhnliches seien. Dennoch gilt diese als ein Rückschlag für einen der als vielversprechend eingestuften Impfstoff-Kandidaten.

Bei den britischen Testpersonen handelte es sich um 1.000 Freiwillige, die seit April 2020 an der Studie teilgenommen hatten.

Neben AstraZeneca werden weltweit mehrere andere Impfstoffe gegen das Coronavirus getestet. Der russische Präsident Wladimir Putin persönlich hatte über die Erfolge der russischen Impfstoffs berichtet und erklärt, dass sich eine seiner Töchter habe impfen lassen.