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22.000 m² Graffiti: Willkommen in "Street Art City"!

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22.000 m² Graffiti: Willkommen in "Street Art City"!
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Ein einsames Straßenschild weist den Weg: In Lurcy-Lévis, einem verlorenen 2000-Seelenort mitten in der Auvergne, schlägt der Puls der französischen Street-Art-Szene, untergebracht in einem ehemaligen Schulungszentrum des französischen Telefonkonzerns France Télécom.

2015 kaufte Kunstliebhaber Gilles Iniesta die Anlage und gründete das erste Street-Art-Zentrum dieser Art. "Die Künstler, der hier einziehen, werden rundum betreut. Sie erhalten Kost und Logis, ihre Wäsche wird gewaschen. Wir haben eine eigene Haushälterin und einen Koch.

Die Künstler werden versorgt und mit allen Materialien ausgestattet, die sie brauchen: Sprühdosen, Flüssigfarben, Hebebühnen, Gerüste, Pinsel, Rollen... Ich sage immer: Der Künstler kommt mit seiner Kleidung und seinem Talent. Wir umgeben ihn mit einer Blase, in der er nur an eine Sache zu denken hat und das ist seine Kreativität."

Les ombres s'allongent au détour des murs de Street Art City accentuant l'émotion dégagée par les fresques qui envoûtent...

Publiée par Street Art City sur Vendredi 28 août 2020

Insgesamt 128 Zimmer bietet die Residenz. Street-Art-Künstler aus 60 Nationen haben hier bereits gewirkt und ihre Spuren hinterlassen.

Der Franzose Ted Nomad war einer der ersten. "Hier haben wir viel mehr Zeit. Wenn man von einer Stadt einen Auftrag bekommt, muss man immer einen Konsens finden oder sich dem Wunsch des Kunden beugen. Hier haben wir viel mehr Freiheit. Man kann viel mehr wagen und das umsetzen, was einen zutiefst bewegt."

Street-Art-City, sein Hotel und seine 22.000 Quadratmeter Fassadenkunst kann man übrigens gegen eine Eintrittsgebühr besichtigen. Noch bis Anfang November - eine Führung wird dringend empfohlen.