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Geldwäsche-Geschäfte in Billionenhöhe: Führend ist die Deutsche Bank

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Symbolfoto Deutsche Bank (Archiv)
Symbolfoto Deutsche Bank (Archiv)   -   Copyright  TOLGA AKMEN/AFP or licensors
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Im Kampf gegen Geldwäsche gibt es weltweit große Lücken, von denen mutmaßliche Kriminelle profitieren.

Zu diesem Schluss kommt eine internationale Untersuchung, an der 110 Medienunternehmen in 88 Ländern beteiligt waren. Demnach sollen Geldinstitute, allen voran die Deutsche Bank, aber auch die Commerzbank, weltweit Geschäfte mit zwielichtigen Kunden abgewickelt und mutmaßliche Kriminelle als Kunden akzeptiert haben.

Die aus dem US-Finanzministerium geleakten und zuvor geheimgehaltenen Daten des Financial Crimes Enforcement Network, kurz FinCEN, belegen, dass es zwischen 1999 und 2017 über 200.000 Überweisungen mit einem Gesamtvolumen von mehr als zwei Billionen US-Dollar gegeben hat. Das entspricht rund 1,7 Billionen Euro.

Diese seien gar nicht oder erst mit großer Verzögerung den zuständigen Finanzbehörden gemeldet worden, erklärte das Medien-Netzwerk. Davon profitiert hätten Drogenhändler, Mafiosi sowie korrupte Regime und Politiker.

Die Erkenntnisse sind aber nur die Spitze des Eisbergs. Wie das Netzwerk berichtet, umfasse der Leak gerade einmal 0,02 Prozent aller Verdachtsmeldungen, die die US-Behörden in dem untersuchten Zeitraum erhalten haben.