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Chansonlegende Juliette Gréco verstorben

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Chansonlegende Juliette Gréco verstorben
Copyright  Jean-christophe Bott/AP
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Juliette Gréco ist tot. Die französische Sängerin starb im Alter von 93 Jahren in ihrem Haus in Ramatuelle in Südfrankreich, so ihre Familie. Sie galt als eine der Großen des französischen Chansons, interpretierte Texte von Francoise Sagan und Albert Camus. "Si tu t'imagines" oder "L'Éternel féminin" gehörten Ende der 1940er Jahren zu ihren großen Hits.

Gréco wurde im Pariser Viertel Saint Germain des Pres von Jean-Paul Sartre entdeckt. Geboren wurde sie 1927 in Montpellier. Ihre Kindheit verbrachte sie größtenteils bei der Großmutter und in einem Kloster, denn ihren Vater kannte sie kaum, und ihre Mutter war während des Zweiten Weltkrieges in den Widerstand getreten. Obwohl ihre Mutter und Schwester Opfer der Gestapo waren, trat sie als eine der ersten französischen Sängerinnen 1959 im Nachkriegsdeutschland auf.

Viele prominente PolitikerInnen und Kulturschaffende zollten ihr Tribut. "Ihr Gesicht und ihre Stimme werden unser Leben weiterhin begleiten", so Präsident Emmanuel Macron auf Twitter. Die "Muse von Saint-Germain-des-Prés" sei unsterblich.

Nicht nur in ihren Liedern ging es leidenschaftlich und stürmisch zu. Gréco war mehrmals verheiratet, darunter auch mit dem inzwischen verstorbenen Schauspieler Michel Piccoli. Zu den frühen Liebschaften gehörte der legendäre schwarze Jazz-Trompeter Miles Davis. Im Jahr 1988 heiratete sie den Pianisten Gérard Jouannest, ihren langjährigen musikalischen Begleiter.

Ihren Abschied von der Musikwelt hatte sie gut vorbereitet. Mit einer Tournee, die sie 2015 begann, bedankte sie sich bei ihren treuen Fans. Man müsse wissen, wann der Zeitpunkt gekommen sei, aufzuhören, sagte sie. Sie singe seit 65 Jahren, das sei ein langes Arbeitsleben. Ihre Abschiedstournee "Merci" hatte sie auch nach Deutschland geführt.