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Tsinandali-Festival 2020: Georgien feiert die Klassik

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Von Frédéric Ponsard
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Die zweite Ausgabe des Fesivals punktet mit Größen wie Martha Argerich, Lisa Batiashvili und Alexandre Kantorow.

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Verschiedene europäische Festivals und Wettbewerbe wurden in den vergangenen Monaten verschoben. Aber Liebhaber klassischer Musik konnten die zweite Ausgabe des Tsinandali-Festivals in der georgischen Ostprovinz Kachetien genießen: Vom 17. bis 20. September traten dort unter anderem die berühmte Pianistin Martha Argerich und die georgische in Deutschland lebende Geigerin Lisa Batiashvili auf.

"Dieses Festival ist unglaublich. Die dort auftretenden Solisten machten bereits das vergangene Jahr zu einem sehr denkwürdigen und historischen Jahr", so Liza Batiashvili. "Einige meiner Kollegen kannten Georgien überhaupt nicht. Dass sie jetzt die Schönheit des Landes kennengelernt haben, ist dem Tsinandali-Festival zu verdanken: Es ist ein wichtiger Ort für die georgische Kultur."

Förderung junger Talente

Das Tsinandali-Festival fördert auch junge Talente wie den 23-jährigen Alexandre Kantorow, der in seiner Heimat Frankreich auch der "französische Zar des Klaviers" genannt wird:

"Das ist ein sehr intimer Ort, alle kennen sich, wie eine große Familie", meint Kantorow. "Die Leute sind großzügig und gastfreundlich. Man merkt, dass das Publikum besondere Momente der Musik hören will. Die Art und Weise, wie sie zuhören, ist ziemlich beeindruckend, es ist ein perfektes Land."

Der Star des Festivals war Martha Argerich, die 80-jährige argentinische Königin des Klavierspiels, die zum zweiten Mal in Georgien war:

"Ich glaube, ich war vor 60 Jahren das erste Mal in Georgien, unglaublich oder? Das ist schon so lange her, damals gehörte es noch zur Sowjetunion. Ich war in Tiflis mit dem Geiger Ruggero Ricci, er lebt nicht mehr", so Argerich, die trotz der unsicheren Zeiten Konzerte gibt: "Es hatte bereits angefangen. Ich bin schon neun Mal aufgetreten - seit dem Ausbruch der Pandemie. Niemand weiß, wie es weitergeht. Die Wissenschaftler wissen nicht, was jetzt mit Corona passiert. Freunde von mir sind Virologen, jeder hat eine andere Meinung dazu. Das ist eine sehr seltsame, sehr merkwürdige Sache. Das Publikum hier ist wunderbar, so enthusiastisch und so warmherzig. Ich hoffe, ich habe es nicht all zusehr enttäuscht."

Begleitet von ihrem Landsmann Nelson Goerner spielte Martha Argerich Werke für zwei Klaviere von Claude Debussy, Wolfgang Amadeus Mozart und Sergei Rachmaninoff.

Der Applaus zeigte, nein, das Publikum wurde offensichtlich nicht enttäuscht - und die Liebhaber klassischer Musik freuen sich schon jetzt auf die nächste Ausgabe des Tsinandali-Festivals in Georgien.

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