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Angst vor Lockdown und Streit um Maßnahmen: Die Corona-Lage in Europa

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Nachtleben in Lille, Frankreich: Seit Samstag nicht mehr möglich.
Nachtleben in Lille, Frankreich: Seit Samstag nicht mehr möglich.   -   Copyright  AP/ Michel Spingler
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In Europa breitet sich das Coronavirus wieder schneller aus und auch in Italien wächst die Angst vor einem zweiten Lockdown. In den besonders betroffenen Regionen Kampanien und Lombardei gelten bereits Einschränkungen für Bars und Schulen, in Rom bisher nicht.

Das sei auch nicht nötig, meint der Römer Silvana D'Alessandro: "Ich habe Angst vor neuen Maßnahmen. Ich glaube nicht, dass wir sie brauchen, denn wir können auch gut mit Abstand halten und Masken leben. Man muss nicht alles schließen, denn dann sterben wir nicht an Corona sondern an Hunger."

Streit um Maßnahmen in England

"Der Norden ist kein Versuchslabor", besagt ein Grafitti in Manchester. In England tobt ein Streit zwischen dem Bürgermeister der nordenglischen Stadt und der britischen Regierung in London, die Manchester auf die höchste Corona-Alarmstufe mit strengen Beschränkungen heben will. Die Stadt verlangt dafür Extra-Hilfen. Er sei wütend, so der Restaurantbesitzer Tassos Pattichis. Denn am Ende werde sowieso immer alles in London entschieden.

In Frankreich erhofft sich die Regierung von einer nächtlichen Ausgangssperre einen Rückgang bei den täglichen Infektionszahlen. Zwischen 21 und 6 Uhr dürfen die Menschen in neun Metropolregionen nur unter Ausnahmen das Haus verlassen. Freitag wurden in Frankreich über 25.000 Neuerkrankte gemeldet. Das Land hat derzeit eine der höchsten Infektionsraten Europas.

Polen steht besser da, verzeichnete mit 9622 Neuinfektionen am Freitag aber trotzdem den höchsten Wert seit Beginn der Pandemie. In den großen Städten gelten nun auch Einschränkungen unter anderem für Restaurants und Schulen.