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Cyberangriffe: USA klagen russische Hacker an

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Cyberangriffe: USA klagen russische Hacker an
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US-Amerikanische Behörden haben Mitglieder des russischen Militärgeheimdienstes GRU wegen mehrerer prominenter Cyberangriffe angeklagt. Den sechs Hackern wird u.a. vorgeworfen, Cyber-Attacken auf die Partei von Emmanuel Macron im Vorfeld der französischen Präsidentschaftswahl 2017 gestartet zu haben.

Angriffe auf Olympische Winterspiele 2018

Außerdem sollen sie für eine Attacke auf einen ukrainischen Energieversorger verantwortlich sein, bei der die Stromversorgung in Teilen des Landes unterbrochen wurde. Sie sollen ebenso hinter den Hackerangriffen auf die Olympischen Winterspiele 2018 im südkoreanischen Pyeongchang stehen.

IT-Sicherheitsexperten der USA hatten schon seit langem Hinweise auf russische Geheimdienst-Hacker als Drahtzieher der Attacken. Vertreter des US-Justizministeriums äußerten sich am Montag nicht dazu, wieso die Anklage genau jetzt - rund zwei Wochen vor der US-Präsidentenwahl - präsentiert wurde.

Russland bestreitet dieAnschuldigungen

"Kein Land ist in Sachen Cybertechnologie so böswillig und unverantwortlich, wie Russland", sagte der Stellvertretende Generalstaatsanwalt John Demers. "Sie provozieren auf willkürliche Art Kollateralschäden, nur um kleine taktische Vorteile zu erlangen."

Russland wies die Anschuldigungen zurück. Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Parlament, Leonid Sluzki, erklärte, die Vorwürfe gegen sechs russische Bürger, die angeblich GRU-Mitarbeiter gewesen seien, würden nicht belegt.