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Herbstprognose der EU-Kommission: "extrem unsicher und risikobehaftet"

Paolo Gentiloni, EU-Kommissar für Wirtschaft
Paolo Gentiloni, EU-Kommissar für Wirtschaft   -   Copyright  AP Photo
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Die wirtschaftliche Erholung im dritten Quartal dieses Jahres ist durch die zweite Welle der Covid-Pandemie erwartungsgemäß unterbrochen worden. Die aktuell Prognose ist nun "extrem unsicher und rsiskobehaftet", so die EU-Kommission am Donnerstag.

Es wird erwartet, dass die Wirtschaft EU-weit bis zum Jahresende um 7,4% schrumpfen wird, bevor im nächsten Jahre eine Erholung einsetzt, die zu einem Wachstum von 4,1% im nächten Jahr führt.

Die Arbeitslosigkeit wird demnach jedoch weiter ansteigen, von 6,7% im letzten Jahr auf 7,7% in diesem und 8,6% im kommenden.

Die Mitgliedsstaaten müssen derzeit mit einer Fortsetzung des Zyklus von Verschärfung und Lockerung der Lockdowns rechnen, der die Entwicklung deutlich beeinflusst so EU-Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni:

"Die negativen Ergebnisse dieses Jahres sind etwas weniger schlimm ausgefallen als vorhergesagt, weil durch die Lockerungen nach dem ersten Lockdown ein starker Rebound eintrat."

Mittlerweile scheint klar zu sein, dass die Pandemie uns noch die nächsten Jahre betreffen wird, aber wie genau, ist schwer vorherzusagen. Allerdings, so die Kommission, gibt es zwei Gründe, derentwegen ein etwas positiveres Szenario durchaus möglich ist, so der Wirtschaftskommissar:

"Zum einen unsere gemeinsamen europäischen Hilfsprogramme, die wir noch nicht genau einberechnet haben, weil sie noch verabschiedet werden müssen, und zum zweiten, weil die Lage durch einen Impfstoff, sobald er verfügbar ist, effektiver und optimistischer angegangen werden kann."

Für Deutschland liegen die Aussichten um rund zwei Prozentpunkte besser als der Durchschnitt beim Abschwung 2020, un um einen Prozentpunkt niedriger beim Aufschwung 2021. Die Arbeitslosenrate wird mit konstanten 4 Prozent deutlich niedriger eingeschätzt.

Die Prognose für Österreich sieht etwas schlechter aus, aber auch noch besser als der Durchschnitt.

Journalist • Ana LAZARO