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Schweden steuert ungebremst auf zweite Welle zu: "Es wird schlimmer werden"

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Straßenszene in Stockholm an diesem Freitag (20.11.20)
Straßenszene in Stockholm an diesem Freitag (20.11.20)   -   Copyright  Fredrik Sandberg/AP
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Schweden erlebt im Zusammenhang mit Coronavirus-Infektionen eine Achterbahn-Fahrt. An diesem Freitag schnellten die Zahlen auf einen neuen Höchstwert von 7.240 Infektionen.

Damit wurden die knapp 6.000 Fälle von Anfang November deutlich übertroffen. Auch die im nordeuropäischen Vergleich ohnehin schon hohe Todesrate gibt weiter Grund zur Besorgnis. Innerhalb nur eines Tages meldete das Gesundheitsamt einen Anstieg um 66 Fälle auf 6406.

Schweden verfolgte seit der ersten Welle im Frühjahr den umstrittenen Weg, die Pandemie mit möglichst wenigen Einschränkungen in den Griff zu bekommen, rückt jetzt aber teilweise radikal davon ab.

Ab kommenden Dienstag dürfen generell nicht mehr 50 sondern nur noch acht Menschen in der Öffentlichkeit zusammenkommen.Offen bleibt die Gastronomie, wo aber ebenfalls nicht mehr als acht Personen an einem Tisch sitzen dürfen.

Regierungschef Stefan Löfven sprach von sehr einschneidenden Maßnahmen. Schweden lebe in einer Zeit der Prüfung und es werde immer schlimmer werden. Die Maßnahmen gelten zunächst für vier Wochen, also bis unmittelbar vor Weihnachten.

Die Regierung hat bereits Maßnahmen getroffen, um das Besuchsverbot in Altenheimen wieder in Kraft zu setzen, vorerst aber nur auf lokaler Ebene.

Das nationale und sehr umstrittene Besuchsverbot in Altenheimen galt fast ein halbes Jahr und war erst am 1. Oktober von der Regierung aufge´hoben worden.

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