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Weniger Lohn wegen Coronakrise

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Weniger Lohn wegen Coronakrise
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Die Coronavirus-Pandemie hat einen negativen Einfluss auf die Löhne in der EU. Das geht aus dem Genf vorgestellten Bericht der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) hervor.

Viele bekommen es am eigenen Leibe, bzw. im eigenen Portemonnaie zu spüren.

Über 10 Prozent geringer fallen etwa die Löhne in Irland, Portugal und Spanien aus.

Obendrein sei der in einigen Ländern auftretende Effekt eines leichten Lohnzuwachses zum großen Teil dem Umstand geschuldet, dass schlecht bezahlte Arbeiter ihren Job verloren hätten und so den Durchschnitt nicht mehr verringerten.

Schätzungsweise 26,5 Millionen Lohnempfänger werden bei oder unter dem Mindestlohn bezahlt, was 15% aller Lohnempfänger entspricht. Die Mehrheit nämlich 57 Prozent sind Frauen.

ILO-Chef Guy Ryder sagte, mit dem durch die Pandemie verursachten Anstieg der Ungleichheit drohe ein Vermächtnis von Armut und sozialer Instabilität, das verheerend sei.

Schon vor der Coronakrise hätten weltweit rund 266 Millionen Menschen weniger als den Mindestlohn erhalten.

Die höchsten Mindestlöhne in der EU gibt es in Luxemburg, Irland und Deutschland. die niedrigsten in Bulgarien, Lettland und Estland.

Die ILO wies darauf hin, dass der Mindestlohn eine zentrale Rolle beim Erholungsprozess der Wirtschaft nach der Corona-Krise spielen müsse.