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Brüssel verteidigt Impf-Strategie

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Brüssel verteidigt Impf-Strategie
Copyright  Francois Lenoir/AP
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Keine Zeit für Schuldzuweisungen - jetzt geht es nur um den Kampf gegen die Pandemie. Das ist das erklärte Ziel der EU-Kommission, wie es Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides in einem Euronews-Interview formulierte. Darin verteidigte sie die europäische Impfstrategie.

Kyriakides: Als im Juni die Impfstrategie von Kommission und Mitgliedsstaaten gestartet wurde, war es noch äußerst unsicher, ob es einen erfolgreichen Impfstoff geben würde. Seitdem hat Europa aber ein Portfolio von sechs Impfstoff-Kandidaten aufgebaut. Das Präparat von BioNTech-Pfizer ist bereits zugelassen, und Impfungen haben in allen 27 Mitgliedsstaaten begonnen. Zudem bewertet die Europäische Arzneimittel-Agentur derzeit den Impfstoff von Moderna. Von irgendwelchen Verzögerungen kann also keine Rede sein. ie Berichte von Schwierigkeiten bei den Impfungen haben nichts mit der Zahl der bestellten Impfdosen zu tun, sondern eher etwas mit Produktionskapazitäten. Doch dieses Problems wird man sich in den nächsten Wochen und Monaten annehmen.

Euronews: Wann rechnen sie mit der Zulassung weiterer Präparate?

Kyriakides: Die Zulassung von Moderna steht noch aus. Und ich denke, dass wir in den nächsten ein bis zwei Monaten möglicherweise zwei weitere Zulassungsanträge bekommen werden.

Für Kyriakides gibt es übrigens keinen wissenschaftlichen Beweis, der einen Mix der Impfstoffe oder eine Verzögerung der zweiten Dosen unterstützen würde.

Kyriakides: Unsere Priorität ist es, die Bürger mit einem sicheren und wirksamen Impfstoff zu versorgen. Und deswegen handeln wir bei der Marktzulassung gemeinsam mit den Mitgliedsstaaten. Basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen können wir dann bestimmte Empfehlungen aussprechen, etwa über die Dosierung oder den Mix von Präparaten. Derzeit gibt es aber keine entsprechenden wissenschaftlichen Erkenntnisse.

Weitere Quellen • Maria Psara