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Brüssel sagt dem Krebs den Kampf an

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Von Isabel Marques da Silva
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Brüssel sagt dem Krebs den Kampf an
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Einen Tag vor dem Weltkrebstag hat die EU-Kommission einen umfassenden Plan im Kampf gegen die Volkskrankheit vorgelegt. Dabei werden vier Milliarden Euro für Vorbeugung, Diagnose und Behandlung bereit gestellt. Bis 2030 sollen demnach zehn Initiativen gestartet werden. Experten schätzen, dass etwa 40 Prozent aller Krebsfälle vermeidbar sind.

Neue Gesetzesvorschläge sollen sich vor allem gegen Konsumgewohnheiten richten. Die EU-Kommission wolle die Zahl der Raucher von heute 25 Prozent bis 2040 auf fünf Prozent reduzieren, so Vizepräsident Margaritis Schinas. Auch der Mißbrauch von Alkohol solle deutlich nach unten gebracht werden.

2020 wurde bei 2,7 Millionen Menschen in der EU Krebs entdeckt. 1,3 Millionen Patienten starben daran. Die Kosten für die Gesundheitssysteme und die Wirtschaft belaufen sich auf jährlich 100 Milliarden Euro. Bis 2035 dürfte die Zahl der Krebserkrankungen um ein Viertel ansteigen.

Der Plan der Kommission wird nun vom Europäischen Parlament beraten. Bis September will die Volksvertretung eine Stellungnahme formulieren.

Gegenüber Euronews erklärte die stellvertretende Vorsitzende des entsprechenden Ausschusses, es solle viel in die Forschung investiert werden. Bei 50 Prozent der Krebskrankheiten kenne man nicht die Risikofaktoren, so die portugiesische Abgeordnete Sara Cerdas. Deswegen brauche Europa mehr Geld vor allem für Langzeitstudien, um den Ursachen der Erkrankungen auf die Spur zu kommen.

Derzeit sind die Überlebenschancen in den 27 EU-Staaten unterschiedlich. Deshalb sollen in allen EU-Ländern bis 2025 Früherkennungstests angeboten werden.

Journalist • Stefan Grobe