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Mit Schnelltest ins Nirwana: 5.000 Fans genießen erstes Großkonzert

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Von Cristina Giner mit DPA
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Mit Schnelltest ins Nirwana: 5.000 Fans genießen erstes Großkonzert
Copyright  AP / Emilio Morenatti
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Lichtshow, tanzende Menschen, Livemusik - fast sah es aus wie ein ganz normales Konzert aus Vor-Corona-Zeiten. Von den FFP2-Masken einmal abgesehen - und dem obligatorischen Rachen-Abstrich vorm Eintritt.

5000 Menschen machten trotzdem begeistert beim Testkonzert in Barcelona. Quasi ein Feldversuch in Echtzeit, um herauszufinden, ob solche Großveranstaltungen bei ausreichenden Vorsichtsmaßnahmen sicher sein können.

Nur registrierte Zuschauer mit negativem Schnelltest und modernem Smartphone, um ein Programm für das Test-Ergebnis herunterladen zu können, durften in die Konzerthalle "Palau de Sant Jordi " - und sich dort dann frei bewegen. Für viele ein echter Genuss...

Ganz normal, ohne Sitzzwang

Er sei total aufgeregt, sagt ein junger Mann, fast ein Jahr lang ohne Konzerte, darauf habe er gewartet: Livemusik, noch dazu unter ganz normalen Bedingungen, ohne Sitzzwang.

"Willkommen zu einem der bewegendsten Konzerte unseres Lebens", begrüßte der Sänger von Love of Lesbians, Santi Balmes, die Menschenmenge. Für viele Musikfans war der Abend ein voller Erfolg.

Die Tickets waren innerhalb eines Tages ausverkauft und kosteten zwischen 23 und 28 Euro. Das Konzert selbst hat die Organisatoren 200.000 Euro gekostet. Aber es ging ihnen nicht ums Geld, sondern darum, der Welt zu zeigen, dass man Live-Musik genießen und in diesem Sommer wieder Konzerte und Festivals veranstalten kann.

"Das gibt uns Zuversicht"

"Ich hatte das Gefühl, dass die Dinge sehr gut organisiert waren", meint eine Konzertbesucherin. Die Verantwortlichen haben ihren Job sehr gut gemacht, damit die Kultur weiter voranschreiten kann. Das Publikum hat sich sehr gut verhalten. Das gibt uns Zuversicht, dass wir in Zukunft mehr machen können. Denn wenn wir wollen, können wir die Dinge richtig machen."

In Madrid hatte es kurz vor Weihnachten bereits ein Testkonzert des Schlagersängers Raphael mit ebenfalls etwa 5000 Teilnehmern gegeben, allerdings ohne wissenschaftliche Begleitung. Die Zuschauer mussten sitzen und Abstand halten.