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Europäische Union unterstützt libysche Übergangsregierung

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Europäische Union unterstützt libysche Übergangsregierung
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Die Europäische Union hat der neu gewählten Übergangsregierung ihre Unterstützung zugesichert. Bei einem Besuch in Tripolis sagte Ratspräsident Charles Michel, künftig solle es wieder einen EU-Botschafter in dem Land geben. Die neue Regierung ist seit Mitte März im Amt.

"Dies ist ein Moment der Hoffnung und der Herausforderung. Wir, die EU, stehen an ihrer Seite und auf der Seite der Menschen in Libyen", sagte EU-Ratspräsident Charles Michel. "Sie haben die Möglichkeit geschaffen, ihr Land neu aufzubauen. Aber es gibt eine Voraussetzung: Alle ausländischen Kämpfer müssen das Land verlassen. Die Umsetzng des Waffenstillstands und des UN-Waffenembargos ist außerdem entscheidend."

In dem Land herrscht seit dem Sturz von Langzeitherrscher Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 ein Bürgerkrieg. Ausländische Mächte befeuern den Konflikt, an dem zahlreiche Milizen beteiligt sind. Mit der neuen Übergangsregierung ist die Hoffnung verbunden, den Konflikt schrittweise zu beenden. Die Außenminister von Frankreich, Deutschland und Italien hatten der neuen Führung kürzlich auch mit einem Besuch in Libyen den Rücken gestärkt.

Libyen erhielt am Wochenende außerdem seine erste Corona-Impfstofflieferung. Es handelt sich um über 100.000 Dosen des russischen Mittels Sputnik V. Nach Angaben der Übergangsregierung werden noch zwei weitere Lieferungen erwartet. Allerdings gab es keine Angaben zu Zeitpunkt und Umfang dieser Imfpstofflieferungen. Auch in Libyen hatte es zuletzt einen starken Anstieg der Corona-Fälle gegeben.