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USA verhängen neue Sanktionen gegen Russland

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USA verhängen neue Sanktionen gegen Russland
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Die USA haben zehn russische Diplomaten ausgewiesen und gleichzeitig eine Reihe neuer Sanktionen gegen Moskau verhängt. Hintergrund sind Hackerangriffe und Einmischungen in die US-Wahlen, für die Washington Russland verantwortlich macht.

In einem offiziellen Statement heißt es, die Biden-Regierung ergreife Maßnahmen, damit Russland für ihre Aktionen gegen die Souveränität und die Interessen der USA bezahle.

Russland will auf Sanktionen antworten

Das Weiße Haus kündigte zudem an, US-Finanzunternehmen den Handel mit russischen Staatsschulden zu verbieten. Die Maßnahme werde die Kosten für Moskaus Schuldendienst erhöhen, zu Kapitalflucht führen und den Rubel und die russische Wirtschaft schwächen, sagte ein ranghoher Vertreter der US-Regierung.

Moskau bestellte US-Botschafter John Sullivan ins Außenministerium ein. Es werde ein hartes Gespräch für die amerikanische Seite. Ein solch aggressives Verhalten wird ohne Zweifel eine Abfuhr erhalten, eine Antwort auf die Sanktionen wird unabwendbar sein, so Ministeriumssprecherin Maria Sacharowa.

Wir haben Washington mehrmals vor den Folgen seiner feindseligen Handlungen gewarnt, die eine Konfrontation zwischen unseren Ländern gefährlich ansteigen lassen. Das entspricht nicht den Interessen zweier Atommächte , die für die Geschicke der Welt verantwortlich sind.
Maria Sacharowa
Sprecherin Außenministerium Russland

Was wird aus dem vereinbarten Spitzentreffen?

Russische Außenpolitiker sagten, dass man "spiegelgenau" reagieren und im Gegenzug ebenfalls zehn US-Diplomaten ausweisen werde. Moskau hatte die Anschuldigungen stets als haltlos zurückgewiesen und Beweise gefordert. Für Russland kam die Nachricht nicht unerwartet. Dennoch reagierte man wütend - nach dem Angebot eines Treffens drehe Washington wieder "das große Sanktionsrad".

Am Dienstag hatten US-Präsident Joe Biden und sein russischer Kollege Wladimir Putin in einem Telefonat ein baldiges Treffen vereinbart. Im Kreml hieß es dazu nun, dass Sanktionen für solche Gipfelpläne nicht hilfreich seien. Von US-amerikanischer Seite hieß es, dass Bidens Angebot eines Treffens mit Putin weiter stehe.