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Super League geplatzt? Man City und Chelsea wollen wieder raus

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Von euronews
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Protestbanner am Chelsea-EIgangstor
Protestbanner am Chelsea-EIgangstor   -   Copyright  ADRIAN DENNIS/AFP or licensors

Nach Manchester City haben sich weitere englische Topclubs von den Plänen für eine europäische Fußball-Super-League abgewendet.

Auch Meister FC Liverpool, Manchester United, Tottenham Hotspur und der FC Arsenal kündigten in der Nacht zum Mittwoch an, sich von der Gründung der exklusiven Liga zu verabschieden. Berichten zufolge hatte auch der FC Chelsea entsprechende Schritte eingeleitet.

Manchester City machte die Sache als erster der zwölf Mitgründer offiziell: Die formellen Schritte für den Ausstieg seien eingeleitet worden, teilte der Tabellenführer der Premier League am Dienstagabend mit.

Auch FC Barcelona und Atlético Madrid wollen sich laut Medienberichten zurückziehen. Eine offizielle Mitteilung dieser Klubs gab es zunächst nicht.

Chelsea-Fans, die sich zum Protest gegen die Super-League-Pläne vor dem Stadion Stamford Bridge in London versammelt hatten, feierten bereits, wie auf Videos in sozialen Netzwerken zu sehen war.

Chelsea und Manchester City gehören zu sechs englischen Vereinen, die sich zur Gründung einer Super League bekannt hatten. Sie wollen damit der Champions League der Europäischen Fußball-Union UEFA Konkurrenz machen.

Infantino droht Super League: "Dabei oder raus"

Zuvor hatte FIFA-Präsident Gianni Infantino, der ranghöchste Fußballfunktionär der Welt, die Ablehnung seiner Instanz der geplanten Super League gegenüber in deutlichen Worten zum Ausdruck gebracht. Die FIFA baue auf den wahren Werten des Sports auf, man erachte das Vorhaben als ein Wegbewegen von den bisherigen Institutionen, Ligen und Verbänden, so Infantino. Er unterstütze das europäische Sportsystem, sagte der Schweizer und drohte den Abweichlern:

„Sie sind für ihre Entscheidung verantwortlich"

„Wenn sich einige entscheiden, ihren eigenen Weg zu gehen, dann müssen sie mit den Folgen leben. Sie sind für ihre Entscheidung verantwortlich. Konkret heißt das: Entweder man ist dabei oder man ist raus“, so Infantino.

Ceferin: „Kommen Sie zur Vernunft"

Der UEFA-Vorsitzende Aleksander Ceferin forderte: „Kommen Sie zur Vernunft: Nicht aus Liebe zum Fußball, denn ich kann mir vorstellen, dass einige von Ihnen nicht viel davon haben. Sondern aus Respekt vor denen, die sich verausgaben, damit sie ins Stadion gehen können, um ihre Mannschaft zu unterstützen, und weil sie wollen, dass der Traum am Leben bleibt. Ändern Sie für die Ihre Meinung."

Ein spanisches Gericht untersagte am Dienstag FIFA und UEFA jegliches Vorgehen gegen die geplante Einführung der Super League und verbot die Einsetzung von Sanktionen gegen Vereine, Spieler und Funktionäre.