Eilmeldung
Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Es hagelt Kritik: Prinz von Liechtenstein erschießt Bären (17) in Rumänien

Das abgeschossene Tier war einer der größten Bären in Europa
Das abgeschossene Tier war einer der größten Bären in Europa   -   Copyright  Umweltschutzorganisation Agent Green
Schriftgrösse Aa Aa

Prinz Emanuel von und zu Liechtenstein lebt eigentlich auf der Riegersburg in der Steiermark in Österreich, aber zur Jagd geht der 32-Jährige auch in Rumänien. Und jetzt ist der Arzt und Schlossverwalter in die Negativschlagzeilen geraten, weil er in den Karpaten den 17 Jahre alten stattlichen Braunbären Arthur erschossen haben soll - der Trophäe wegen -, ohne dass er dafür eine Erlaubnis hatte.

Braunbär Arthur galt als in seiner Heimat Rumänien besonders beliebtes Tier.

Wie die rumänische Umweltorganisation "Agent Green" herausgefunden hat, hatte der Prinz offenbar das Recht eine junge Problembärin zu erlegen, aber nicht einen der größten Braunbären Europas. Gabriel Paun von "Agent Green" sagt gegenüber der Kronen-Zeitung: "Ich habe den Bauern besucht, der den Problembären gemeldet hat - und dieser besagte Bär ist noch immer da. Unserer Kenntnis nach hat der Herr aus der Steiermark die Erlaubnis für den Abschuss erworben, dann aber nicht diese Problembärin erlegt, sondern einen Bären, der als wertvolle Trophäe gilt. Das wird jetzt alles untersucht."

Je nach Größe des getöteten Tieres steigt die Punktezahl bei der Trophäenjagd - und die Problembärin hätte weniger Punkte eingebracht als der stattliche Bär Arthur.

"Agent Green" hat gegen die Trophäenjagd, die den Bestand an Braunbären in Europa gefährdet, auch eine Petition im Internet eingerichtet.

Die österreichische Kronen-Zeitung hat den Prinzen von und zu Liechtenstein um eine Reaktion gebeten, doch der leidenschaftliche Jäger hüllt sich in Schweigen.