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Keine Entspannung in Nahost in Sicht: Über 100 Tote in Gaza

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Keine Entspannung in Nahost in Sicht: Über 100 Tote in Gaza
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Das israelische Militär hat seine massiven Angriffe auf den Gazastreifen fortgesetzt. Laut eigenen Angaben beschoss die Armee das wichtigste militärische Beobachtungszentrum der Hamas. Zu Toten oder Verletzten machte sie keine Angaben.

Die Zahl der Todesopfer in Gaza seit dem Beginn der Offensive am Montag erhöhte sich laut dem dortigen Gesundheitsministerium auf über 100, darunter seien mindestens 27 Kinder.

In Israel starben laut Armee sieben Menschen, darunter ein Kind. Das Raketenabwehrsystem "Iron Dome" funktioniere zu 90 Prozent, so die Armee. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu: "Durch die Verteidigung mit "Iron Dome" haben wir Raum für Angriffe. Die israelische Verteidigungsarmee hat bereits Hunderte Ziele angegriffen, bald werden es 1000 sein. Wir greifen die Hamas weiter an und verteidigen unsere Bürger."

Hamas: Bombardierung israelischer Städte "einfacher, als Wasser zu trinken"

Auf palästinensischer Seite gab sich die Hamas ebenfalls unerschrocken: Tel Aviv, Jerusalem und andere israelische Städte von ihrem besetzten Gebiet aus zu bombardieren, sei für die Hamas einfacher, als Wasser zu trinken, so ein Sprecher.

Viele Staaten riefen zur Mäßigung auf. Unter anderem boten sich Russland und Frankreich als Vermittler an. Eine ägyptische Delegation traf vor Ort Hamas-Anführer und VertreterInnen der israelischen Regierung, hieß es aus ägyptischen Geheimdienstkreisen. Die USA lehnten eine erneute Sitzung zu dem Konflikt im UN-Sicherheitsrat ab, um die diplomatischen Bemühungen nicht zu gefährden. Zurzeit deutet jedoch nichts auf eine Entspannung hin. Netanjahu stellte seine BürgerInnen auf einen längeren Einsatz ein.