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Nachhaltiger Tourismus mit Elektromobilität

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Nachhaltiger Tourismus mit Elektromobilität
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Das grenzüberschreitende Moveletur-Projekt gibt Menschen die Möglichkeit, die Landschaft und die kulturellen Höhepunkte im Nordwesten Spaniens und im Norden Portugals auf "grüne" Art und Weise zu erleben. Das Projekt, das von der europäischen Kohäsionspolitik unterstützt wird, bietet emissionsfreie Transportmöglichkeiten wie E-Autos und E-Fahrräder, die man kostenlos mieten kann, um sieben Naturparks zu erkunden. Das Netzwerk fördert nachhaltigen Tourismus und bietet mehr als 1000 Kilometer an Routen - Thema dieser Smart-Regions-Folge.

Elekromobilität in der Natur

Im Dorf Fermoselle in Kastilien-León gibt es eine der 12 kostenlosen Ausleihstationen für Elektrofahrzeuge eines EU-Projekts, das die Elektromobilität in Naturgebieten in Spanien und Portugal fördert. Ester und José Luis besuchen den Naturpark Las Arribes del Duero. Mit seinen einzigartigen Schluchten und Gräben ist er eine der eindrucksvollsten Landschaften des spanischen Landesinnern.

"Wir werden zum Mirador de las Escaleras fahren", meint der Tourist. _"Von dort aus kann man Portugal sehen und von der anderen Seite den Duero-Fluss. Und vielleicht halten wir auch der Einsiedelei von Santa Cruz an."

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Dank des grenzüberschreitenden Projekts kann man sieben Naturparks der Iberischen Halbinsel auf "grüne" Art und Weise mit null CO2-Emissionen erleben.

Es werden Ausflugsrouten vorgeschlagen und es gibt Umweltexperten wie Julia Sendín García, die Sehenswürdigkeiten erklären:

"Der beliebteste Teil ist der Weg zum Canyon. Der Fluss ist ZEPA-Zone, ein besonderes Vogel-Schutzgebiet. Dort gibt es unter anderem Geier: den Mönchsgeier mit einer Flügelspanne von drei Metern, den Gänsegeier mit einer Flügelspanne von zwei Metern und den Schmutzgeier - er ist das Symbol des Naturparks, und hat eine Flügelspanne von eineinhalb Metern."

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Route durch die Nationalparks mit Moveletureuronews

Das Moveletur-Projekt fördert den nachhaltigen Tourismus mit einer Flotte von hundert Elektrofahrzeugen darunter Fahrräder (81), Dreiräder (3), Autos (4), Motorroller (8) oder Tuk Tuks (3). Das Gesamtbudget beträgt 908.829 Euro, wovon 75 Prozent durch die europäische Kohäsionspolitik finanziert werden.

Die Fahrzeuge kann man über die Projekt-Webseite reservieren. Das ist eine "grüne" Art und Weise, geschützte Gebiete zu erkunden. Die Stille wartet mit Überraschungen auf, so Programmleiter Jesús Díez:

"Wenn man mit einem Elektroauto anhält, laufen die Tiere nicht weg, sie bleiben da. Man kann sie beobachten und ihren Anblick genießen. Ist man mit einem Auto mit Verbrennungsmotor unterwegs, erschreckt sie der Lärm und sie laufen weg."

Eine große Aufgabe war der Aufbau eines Ladestationen-Netzwerks für Elektrofahrzeuge in Spanien und Portugal, das die sieben Schutzgebiete miteinander verbindet. Pedro Parreiras und seine Familie entschieden sich für einen Kulturbesuch der portugiesischen Stadt Bragança mit einem elektrischen Tuk-Tuk:

"Heute Morgen haben meine Familie und ich die Burg aus dem 13. Jahrhundert und den historischen Teil der Stadt Bragança besichtigt. Dank der neuen Technologien und des Tablets hatten wir alle Infos über die Sehenswürdigkeiten und Straßen und haben viel über die Geschichte der Stadt erfahren."

Der Douro ist eine Grenze, aber auch eine Verbindung zwischen Spanien und Portugal auch dank dieses Elektromobilitätsprojekts, das von der UNESCO als "best practice"-Beispiel gelobt wurde.