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NATO-Gipfel: Nach Trump-Trauma der Biden-Beifall

Von Efi Koutsokosta
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NATO-Gipfel: Nach Trump-Trauma der Biden-Beifall
Copyright  KENZO TRIBOUILLARD/AFP
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Nach dem Trump-Trauma, der Biden-Beifall: An diesem Montag heißt Brüssel den US-Präsidenten willkommen - als erstes zum NATO-Gipfel. Joe Biden will dem Alten Kontinent dabei eine frohe Botschaft überbringen.

Europa ist der engste Verbündete und ein vitales Element der westlichen Sicherheit - auch, wenn einige Knackpunkte weiterbestehen.

Der geschäftsführende US-Botschafter Douglas Jones sagte gegenüber Euronews, die Tage, an denen Trump die NATO als überflüssig bezeichnete, seien vorbei. In einer Welt, in der es häufig neue Bedrohungen und alte Autokraten gebe, sei es umso wichtiger, die NATO als Hort der Demokratie zu stärken. Die NATO sei ein verlässliches Bündnis, das den Menschen Schutz biete.

Auf der Tagesordnung steht vor allem die Herausforderung China, das Washington besonders beschäftigt, aber nicht alle Europäer gleichermaßen. Frankreichs Verteidigungsministerin Florence Parly etwa äußerte sich skeptisch. Paris drängt vielmehr auf eine größere strategische Unabhängigkeit der Europäer.

Amerika und Europa seien nicht überall einer Meinung, aber die Übereinstimmung sei dennoch sehr groß. Im Falle Chinas sei es wichtig anzuerkennen, dass das Land noch vor ein paar Jahren nicht auf der Tagesordnung der NATO gestanden habe. Heute aber seien sich alle einig, dass die Herausforderungen Chinas für die transatlantische Sicherheitssphäre beraten werden müsse.

Neue Herausforderung China, alte Herausforderung Russland. Biden suchte im Vorfeld den Schulterschluss mit Europa - eine Botschaft an Moskau.

Russland bleibe für die NATO die aktivste Bedrohung, so Jones. Washington habe klargestellt, dass es nicht zögern werde, auf russische Destabilisierungsaktionen entschlossen zu antworten - auch wenn die USA Stabilität und Berechenbarkeit im Verhältnis mit Russland anstrebten.

Zwei Tage nach den Konsultationen mit den NATO-Verbündeten kommt US-Präsident Biden am Mittwoch in Genf erstmals mit seinem russischen Kollegen Wladimir Putin zusammen.

Höhepunkt und Abschluss von Bidens Europareise.

Journalist • Stefan Grobe