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Neuer katalanischer Präsident will Verhältnis zur EU verbessern

Von Aida Sanchez Alonso
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Newly appointed Catalan regional president Pere Aragones speaks during a press conference in Brussels
Newly appointed Catalan regional president Pere Aragones speaks during a press conference in Brussels   -   Copyright  KENZO TRIBOUILLARD/AFP
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Der kürzlich gewählte katalanische Regionalpräsident Pere Aragonès sieht in der Begnadigung von inhaftierten Separatisten einen ersten Schritt zur Aussöhnung. Diesen Schritt ist nämlich die spanische Regierung bereit zu gehen, wenn sie in den nächsten Tagen die zwölf verurteilten Aktivisten begnadigt.

Euronews sprach mit Aragonès während dessen Besuchs in Brüssel.

Die Begnadigung sei nur eine Teillösung, ein erster Schritt. Er werde sich daher dem nicht widersetzen. Aber es müsse unterstrichen werden, dass es noch viele weitere Fälle von Einsitzenden gebe, sagte Aragonès.

In den vergangenen Monaten haben die spanische Regierung und die Unabhängigkeitsparteien eine Tür zum Dialog geöffnet. Das heißt nicht, dass Letztere nicht mehr die Unabhängigkeit wollten, aber sie sind bereit, nach einer anderen Lösung zu suchen.

Aragonès: "Unser Vorschlag ist die Ausübung des Rechts der Selbstbestimmung, eine legale Volksabstimmung über die Unabhängigkeit und ein Amnestiegesetz, das die Repression beendet,"

Die neue Phase des Katalonien-Konflikts könnte auch Folgen auf europäischer Ebene haben. Die Beziehungen zwischen der Regionalregierung Kataloniens und den EU-Institutionen ist derzeit auf dem tiefsten Punkt seit Jahren. Doch Aragonès will sie wieder verbessern.

Aragonès: "Die neue Regierung Kataloniens hat erst vor ein paar Wohen die Arbeit aufgenommen, es ist also noch zu früh, über die künftigen Beziehungen zu den EU-Institutionen zu sprechen. Es ist indes im katalanischen Interesse, die bestmöglichen Beziehungen zu haben, denn Katalonien ist Teil der EU und des europäischen Projekts."

Die Begnadigung der Separatisten hat Spanien gespalten. Die katalanische Wirtschaft begrüßt diesen Schritt, doch konservative Parteien lehnen ihn ab und gingen dagegen sogar am letzten Wochenende auf die Straße.

Journalist • Stefan Grobe