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Moldau vor Schicksalswahl: Sandu hofft auf Mehrheit im Parlament

Von Euronews mit dpa, afp
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Moldau vor Schicksalswahl: Sandu hofft auf Mehrheit im Parlament
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An diesem Sonntag wird in Moldau ein neues Parlament gewählt. Eine Schicksalswahl, die auch über den künftig Kurs der Ex-Sowjetrepublik gegenüber der EU und Russland entscheidet.

Sandu hofft auf Mehrheit

Moldaus pro-europäische Präsidentin Maia Sandu – seit vergangenem November im Amt – hatte die Neuwahl angesetzt. Denn ihrer liberaldemokratischen Partei PAS fehlen im Parlament die Stimmen, um ihre Wahlversprechen umzusetzen: Mehr Transparenz und Rechtsstaat, Schluss mit der Korruption.

Sandus Hoffnung: In der Abstimmung die Mehrheit im Parlament gewinnen, dieses wird bislang von pro-russischen Kräften um ihren Rivalen und Vorgänger Igor Dodon von den Sozialisten kontrolliert.

Dodon will Sandu stoppen und hat sich in einem teils sehr schmutzigen Wahlkampf sogar mit den Kommunisten zusammengetan, die er bisher als Feinde betrachtet hatte.

Die Wähler fordern ein Ende der Grabenkämpfe und einen echten Wandel. "Wir hoffen, dass sich was ändert, dass wir in unserem Land gut leben können. Wir wollen nic ht ins Ausland gehen und dort arbeiten müssen. Wir wollen hier für eine bessere Zukunft kämpfen", sagt eine Frau.

Eine andere ist sich noch unsicher, wem sie ihre Stimme geben wird: "Ich habe noch zwei Tage Zeit, um zu entscheiden, wen ich wähle. Von meiner geopolitischen Orientierung her weiß ich, welche Partei mir nähersteht, aber was die Taten angeht... bisher gab es ja nur wenige, nur leere Versprechen."

Dieser Mann weiß schon, wo er sein Kreuzchen setzen wird: "Maia Sandu kämpft wirklich gegen Korruption und will sie auch in Zukunft bekämpfen. Ihr Team hat eine echte Strategie und Pläne für diesen Kampf. Ich hoffe, von einem Parlament vertreten zu werden, in dem die Abgeordneten von Maia Sandus Partei die Mehrheit haben werden.“

Die Chancen stehen gut. Glaubt man den letzten Umfragen, könnte die PAS von Präsidentin Sandu rund 40 Prozent erzielen. Das EU-skeptische Parteienbündnis um Ex-Präsident Dodon kann mit 20 bis 25 Prozent der Stimmen rechnen.