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Tierfreunde retten den Steinkauz im Elsass

Von Cyril Fourneris
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Tierfreunde retten den Steinkauz im Elsass
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Dominique Bersuder hat sich schon als Kind für die Natur begeistert. Heute verbringt er nach der Arbeit ganze Abende damit, gegen das so genannte "Schweigen der Vögel" im Raum Straßburg anzukämpfen.

"Schweigen der Vögel" - so nennt man Gebiete, in denen Vögel verschwinden, hauptsächlich aufgrund von Pestiziden, die ihnen die Nahrung entziehen. Dominique Bersuder gehört zu einem Netzwerk von Freiwilligen, die sich auf den Schutz des Steinkauz spezialisiert haben. Eine Eulenart, die vor einigen Jahren fast von der Bildfläche verschwunden wäre.

Kampf gegen das "Schweigen der Vögel"

"Der Steinkauz ist ein gutes Beispiel für eine Art, die im Elsass fast verschwunden war, oder zumindest auf dem Tiefpunkt ihrer Population war. Dank des Engagements von Freiwilligen und durchgeführter Aktionen konnte diese Art wieder wachsen, sie befindet sich in einer positiven Dynamik und konnte wieder zum Leben erweckt werden", sagt Dominique Bersuder.

Der Steinkauz gehöre zu einer Art, die im Sommer immer viele Insekten als Nahrung benötige, erklärt Dominique Bersuder. Aber leider wären auch die Insekten weniger geworden. In 30 Jahren hätte man in Frankreich fast die gesamte Insektenpopulation verloren, von der sich viele Vögel wie der Steinkauz ernährten.

Der Steinkauz nistet in Baumhöhlen, hauptsächlich in Obstbäumen

"Man hat viele Streuobstwiesen abgeschafft, in den Vororten sind fast alle verschwunden, die meisten auf dem Land. Viele alte Bäume, vor allem Obstbäume, sind verschwunden, die reich an natürlichen Hohlräumen waren und in denen der Steinkauz brüten konnte."

Die Tierfreunde haben in der Region in den vergangenen Jahren viele neue Obstbäume gepflanzt, doch es dauert, bis die gewachsen sind.

"Vor allem das Anbringen von Nistkästen hat dazu geführt, dass sich die Eulenpopulation erholen konnte. Der große Vorteil ist, dass die natürlichen Höhlen, die der Vogel nicht mehr findet, sehr leicht ersetzt werden können. Denn das ist heute der begrenzende Faktor, wenn es keine natürlichen Höhlen mehr in einer günstigen Umgebung gibt, ist die Art nicht in der Lage, sich selbst zu erhalten und zu reproduzieren. Daher die Installation von Nistkästen in Umgebungen wie dieser."