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Rumänien: Klimawandel schafft Vogelbiotop

Von euronews
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Vogel im Delta nahe Iaşi
Vogel im Delta nahe Iaşi   -   Copyright  TVR/EBU (Videostandbild)
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Nordwestlich der rumänischen Stadt Iaşi, nur rund 30 Kilometer von der Grenze zur Republik Moldau entfernt, ist durch die Klimaveränderungen ein Vogelbiotop entstanden. Der Wasserstand in dem zwischen zwei Flüssen gelegenen Feuchtgebiet hat sich verringert, Fischteiche gibt es aber nach wie vor. Und die ziehen zahlreiche Vögel an, darunter zehntausende, die während ihres Zuges hier rasten.

Carmen Gache, Vorsitzende der Vogelvereinigung Rumänien, erläutert: „Wir beobachten 132 Vogelarten in diesem kleinen Delta. Dieses Gebiet kann auf natürliche Weise bewahrt werden. Ohne die Fischzuchten, die für einen Wasserkreislauf sorgen, würde das Delta verschwinden."

Ganz ohne das Wasser der Betriebe geht es also bisher nicht. Aber die Fischzuchten wollen weniger Vögel und einen finanziellen Ausgleich für den Hunger der Tierwelt. Ihrer Ansicht nach fressen die Vögel ihre Teiche leer. Und sie stören sich an Fischottern, die ebenfalls auf Beute aus sind. Das Delta nordwestlich von Iaşi untersteht Naturschutzbestimmungen.

„Wir könnten Bio-Landbau, Urlaubs- und Freizeittätigkeiten oder Wissenschaftstourismus anbieten", zeigt Galea Temneanu, die Leiterin des zuständigen Umweltamtes, Möglichkeiten auf, um das Delta eines Tages gleichzeitig als Natur- und Wirtschaftsraum zu nutzen.