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Haus und Heim: Den Energiefressern soll es an den Kragen gehen

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Von euronews
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Mietshäuser in Grenoble
Mietshäuser in Grenoble   -   Copyright  JEAN-PIERRE CLATOT/AFP
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Den Energieverbrauch von Gebäuden zu senken, gehört zu den großen umweltpolitischen Zielen der Europäischen Union. Derzeit machen Gebäude rund 40 Prozent des gesamten Energieverbrauchs aus. Zu tun gibt es eine Menge, wenn bis 2050 - wie angekündigt - Klimaneutralität erreicht werden soll.

Laut Europäischer Kommission besteht bei rund 75 Prozent der Gebäude in den EU-Ländern Nachholbedarf, was die Verringerung des Energiebedarfs betrifft.

Auf die Menschen könnten bei Umrüstungsmaßnahmen Mehrkosten zukommen, die Haushalte mit geringem Einkommen überfordern.

Javi López, Mitglied des Europäischen Parlaments, meint: „Die Menschen könnten die Kosten für Veränderungen übernehmen, wenn sie wüssten, dass diese Kosten gerecht verteilt werden, und dabei spielt die Verwaltung eine Schlüsselrolle. Wir müssen die Energieeffizienz in unseren Häusern verbessern, aber die Kosten für diesen Übergang müssen gerecht verteilt werden. Ich meine, dass die Bevölkerung in der Lage sein wird, die Kosten zu übernehmen. Wenn nicht, ist es möglich, dass es eine Öko-Reaktion gibt."

„Geld ist der springende Punkt"

Ein wirkungsvolles Mittel, um weniger zu heizen, ist die Wärmedämmung. Allerdings wissen viele Menschen nicht, wie man das eigene Haus diesbezüglich besser ausstattet - und wie viel Geld man dafür in die Hand nehmen muss. Didier Van Severen ist der Leiter eines Brüsseler Vereins, der kostenlos Beratungen rund um Haus und Wohnung anbietet und der versucht, Finanzierungsmöglichkeiten aufzuzeigen. „Die Geldfrage ist der springende Punkt. Oft ist den Leuten nicht bewusst, dass sie ordentliche Zuschüsse erhalten können, wenn sie renovieren. Auch die Verwaltung ist eine große Hürde, denn jedes Mal, wenn man Zuschüsse und eine Genehmigung für eine Renovierung beantragen möchte, sind viele überfordert“, so Van Severen.

Die Europäische Kommission hat eine Renovierungswelle angekündigt: Innerhalb von zehn Jahren sollen Sanierungen zwecks Verbesserung der Umweltfreundlichkeit von Gebäuden verdoppelt werden.