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Elektroautos (noch nicht) auf dem Vormarsch

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Von Stefan Grobe  & Gregoire Lory
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Elektroautos (noch nicht) auf dem Vormarsch
Copyright  Martin Meissner/AP
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Der Verkauf von Automobilen mit Benzin- und Dieselmotoren in der EU soll 2035 enden. So will es zumindest die EU-Kommission. Um dies möglich zu machen, müsste das Angebot an Elektrofahrzeugen indes einen sehr großen Schritt vorwärts machen - und zwar bei der Fertigung wie auch beim Verkauf.

Noch allerdings sind handelsübliche Benzinautos etwa 20 bis 30 Prozent billiger als reine Elektromodelle. Doch könnte sich der Verbraucher von anderen Argumenten leiten lassen.

Ein Vorteil von Elektroautos sei die Besteuerung, meint der Autojournalist Olivier Duquesne. Praktisch überall in Europa gebe es auf sie keine oder nur eine sehr geringe Kfz-Steuern, und es gebe vielerorts Vergünstigungen bei der Anschaffung. Außerdem seien Elektromotoren einfacher gebaut, fast ohne Abnutzungseffekte, was das Pannenrisiko und den Wartungsbedarf senke. Die Unterhaltungskosten eines solchen Fahrzeugs seien also auf Jahre hinaus gering, ein wesentlicher Vorteil.

Ein Elektroauto verbraucht pro 100 Kilometer etwa 5 Euro, dasselbe Modell mit einem Dieselmotor mehr als das Doppelte. Doch der Erfolg von Elektroautos hängt auch von der Dichte des Netztes der Aufladestationen ab. Derzeit sind Deutschland, Frankreich und die Niederlande am besten ausgestattet. In Belgien hat die Region Brüssel einen ehrgeizigen Plan aufgelegt, um den Rückstand aufzuholen.

Man wolle bis 2035 die Zahl der Aufladestationen auf 11.000 steigern, das seien 22.000 Ladesäulen wie hier zu sehen, sagt Alain Maron, Klimaminister der Region Brüssel. Um dieses Ziel zu erreichen, würden Verwaltungsvorgänge gestrafft, um den privaten Betreibern dieser Stationen die Errichtung zu erleichtern.

Bleibt zu hoffen, dass sich auch der Preis von Elektroautos bis 2030 ebenso verbraucherfreundlich gestalten wird.