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Kolumbien drängt auf Venezuelas Rückkehr zur Demokratie

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Von Aida Sanchez Alonso
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Kolumbien drängt auf Venezuelas Rückkehr zur Demokratie
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Kolumbien will sein Impf-Zertifikat bis zum Jahresende dem der EU angleichen. Bogotá ist entschlossen, komplett geimpfte Bürger volle Reisefreiheit einzuräumen. Das erklärte Vizepräsidentin in einem Euronews-Interview in Brüssel. In dem mittelamerikanischen Land hat sich die Infektionslage zuletzt deutlich verbessert.

Ihre Regierung stimme der digitalen Kontrolle der Impfkampagne zu, erklärte die Vizepräsidentin. Dies habe sie in ihren Gesprächen mit EU-Vertretern immer wieder deutlich gemacht. Wichtig sei, dass alle Impfstoffe akzeptiert und zugelassen seien. Was die digitale Kontrolle der Impfungen angehe, so müsse es zwischen den verschiedenen eine Kommunikation geben, um sicherzustellen, daß Bürger mit zwei Impfungen ungehindert reisen könnten.

Kolumbien will bis Ende Oktober 70 Prozent seiner Bevölkerung geimpft haben. Derzeit steht das Land nicht auf der EU-Liste der Staaten, denen die EU einen sicheren Reisestatus einräumt.

Doch gibt es ein zweites Problem, das Kolumbien derzeit besonders umtreibt. Das Land beherbergt die zweitgrößte Zahl von Migranten weltweit. Bogotá hat versprochen, zwei Milionen Flüchtlinge aus Venezuela aufzunehmen, doch herrscht im Land deswegen Nervosität.

Die Zeit dränge, so Vizepräsidentin Ramírez. Erst recht könne keine Zeit mit einem Dialog verschwendet werden, der nicht die Rückkehr der Demokratie garantiere, sagte sie an die Adresse Venezuelas. Gebe es eine Demokratie, dann bräuchten die Menschen nicht zu fliehen.

Deswegen bittet sie Brüssel um Druck auf Venezuela, um die Wiederherstellung der Demokratie zu beschleunigen.

Niemand in Europa wolle zuschauen, wie sich eine Diktatur konsolidiere. Kolumbien wünsche sich ein aktives Europa, dass die Rückkehr zur Demokratie garantiere.

In den vergangenen Monaten hatte Kolumbien auch Flüchtlinge aus Haiti und Kuba in großer Zahl aufgenommen. Zudem zeigte sich das Land bereit, vorübergehend auch 4000 Menschen aus Afghanistan zu beherbergen.

Journalist • Stefan Grobe