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Evergrande zahlt nicht und schweigt

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Von Euronews
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China
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Der hochverschuldete chinesische Immobilienkonzern Evergrande hat die Frist für eine anstehende Zinszahlung von 71,3 Millionen Euro schweigend verstreichen lassen. Das Unternehmen hatte zuvor angegeben, Gläubiger eventuell in Form von Immobilien auszuzahlen. Doch auch das ist nicht geschehen. Nun beginnt eine 30-tägige Nachfrist.

Die Furcht vor der drohenden Pleite ist dadurch wieder angeschürt worden. Prompt brach die Aktie um 12 Prozent ein.

Evergrande hat Schulden von umgerechnet gut 360 Milliarden Euro angehäuft, Anleger befürchten einen kompletten Zahlungsausfall. Evergrande muss Geld auftreiben, um Banken, Zulieferer und Anleihegläubiger fristgerecht zu bezahlen.

Experten befürchten, dass ein Kollaps auf jeden Fall schwerwiegende Folgen für das chinesische Finanzsystem haben wird.

Evergrande ist eines der größten Bauunternehmen Chinas und hat im Moment 1300 Projekte in 280 Städten.

Mehr als 200.000 Menschen sind bei Evergrande angestellt und 3,8 Millionen Jobs in der Baubranche hängen an Evergrande.

Auch bezüglich weiteren 40,5 Millionen Euro Zinsen, die nächste Woche bezahlt werden müssten, gab Evergrande keinen Kommentar ab.