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13. Lumière Festival in Lyon eröffnet: "Die Emotionen, es ist verrückt"

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Hollywood-Größen wie Maggie Gyllenhaal kamen zur Eröffnung des Lumière Festivals
Hollywood-Größen wie Maggie Gyllenhaal kamen zur Eröffnung des Lumière Festivals   -   Copyright  Euronews
Von Frédéric Ponsard  & Euronews
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Bühne frei für die Stars und Sternchen der Filmbranche in Lyon: Das einwöchige Lumière Festival gilt als einzigartiges Event in Europa, das der Geschichte des Spielfilms Tribut zollt.

Schauspiel- und Regie-Schaffende präsentieren nicht nur Neuheitem sondern auch ihre Lieblingswerke.

Maggie Gyllenhaal wird in Lyon ihren ersten Feature-Film vorstellen. Ihr Werk "The Lost Daughter" basiert auf einer Novelle von Elena Ferrante.

Für die US-Schauspielerin sind Vergangenheit und Gegenwart des Films untrennbar verbunden. Auch bei der Arbeit: "Ich habe mir selbst Filmunterricht gegeben, mit so vielen alten Filmen, und war wirklich inspiriert. Ich dachte, ich mache das, bevor ich mit den Dreharbeiten beginne, aber in Wirklichkeit habe ich mir viele Filme angesehen, während ich geschnitten habe, und war so inspiriert von ihnen, so dankbar für das, was vor mir geschehen ist."

"Festival der Liebe"

Regisseur Joachim Trier sagte auf dem Roten Teppich: "Ich bin zum ersten Mal beim Festival hier in Lyon, es ist eine große Ehre, ich bin ein Filmfan, ich bin mit Buster Keaton aufgewachsen, wir werden ihn in einer Stunde sehen, ich liebe das Stummfilmkino. Aber ich liebe auch die Tatsache, dass wir als moderne Filmemacher daran teilnehmen, und ich bin so dankbar, dass Thierry (Anm. d. Red. Thierry Frémaux, Direktor des Lumière Festivals) mich eingeladen hat."

Auch Schauspielerin Valeria Golino war voll des Lobes: "Es ist ein Festival, das über die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft spricht, und das ist es doch, was wir alle wollen, oder? Ich bin zum dritten Mal beim Festival Lumière, und ich freue mich immer sehr, hier zu sein. Denn es ist ein Festival der Liebe zum Kino."

Die Schauspieler Edouard Baer und Benoît Poelvoorde traten im Duo vor die Mikrofone. Baer sagte: "Es ist großartig, so viele Menschen in einem Raum, die Emotionen, es ist verrückt! Natürlich braucht es eine Menge Leute, die nicht ihr ganzes Leben zu Hause bleiben, oder?"

Poelvoorde ergänzte: "Das Kino ist unsterblich, mein Freund."

5000 Filmfans bei der Eröffnungsgala

Der Eröffnungsabend mit über 5.000 Filmfans glich einer Hommage an Regisseur Bertrand Tavernier. Der frühere Präsident des Instituts Lumière, das das Festival organisiert, war vor einigen Monaten verstorben.

Endlich wieder eine festliche Atmosphäre in der Halle Tony Garnier, nach der spartanischen Corona-Ausgabe des Vorjahres. Eröffnungsfilm war Buster Keatons "The Cameraman", ein Vergnügen für jung und alt.

Euronews-Reporter Frédéric Ponsard kommentierte vor Ort: "Das Lumière-Festival bietet eine großartige Woche des Kinos in all seinen Formen, Stilen, Genres und Epochen. Hunderte von Vorführungen, Begegnungen und Gästen, um in der Stadt der Brüder Lumière die Liebe zur 7. Kunst zu feiern. "