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Vatikan-Verfahren: Was geschah mit den Millionen?

Vatikan-Verfahren: Was geschah mit den Millionen?
Copyright Gregorio Borgia/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved
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Von euronews
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Im Mittelpunkt der Rechtssache steht der ehemalige Kurienkardinal Angelo Becciu und ein Immobilienvorhaben in London.

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Im Vatikan geht das Gerichtsverfahren gegen den ehemaligen Kurienkardinal Angelo Becciu und neun weitere Angeklagte in die nächste Runde. Es geht unter anderem um den Vorwurf der Korruption und der Veruntreuung. Becciu war im September 2020 von all seinen Ämtern zurückgetreten.

Immobilienvorhaben in London im Mittelpunkt

Giorgia Orlandi, euronews-Korrespondentin in Rom, berichtet: „Das Verfahren, das im Juli begann, ist der Höhepunkt zweijähriger Ermittlungen. Angelo Becciu ist die Hauptfigur dieser Rechtssache. Er hatte im Vatikan einst eine wichtige Rolle inne und trug die Verantwortung für die Spenden. Ihm wird vorgeworfen, einige dieser Spenden in riskante Finanzgeschäfte gesteckt zu haben, unter anderem in ein riesiges Immobilienvorhaben in London. Das steht im Mittelpunkt des Verfahrens."

Becciu weist jede Schuld von sich und sagt, Opfer einer Verschwörung geworden zu sein
Giorgia Orlandi
euronews-Korrespondentin in Rom

Papst will aufräumen

„Die Geschäftsidee war, in dem Gebäude Wohnungen im Gesamtwert von 300 Millionen Euro zu bauen", so Orlandi. „Becciu weist jede Schuld von sich und sagt, Opfer einer Verschwörung geworden zu sein. Bei der letzten Anhörung im Oktober wies das Gericht die Staatsanwaltschaft an, ihre Beweise der Verteidigung und den Beschuldigten vorzulegen, darunter Video- und Tonaufnahmen sowie anderes Material, an das die Staatsanwaltschaft gekommen ist, indem sie Gespräche zwischen den Angeklagten und anderen beteiligten Personen abgefangen hat. Die größere Bedeutung des Verfahrens für den Vatikan, den Papst und das Pontifikat zeigt sich im deutlichen Anzeichen, dass Papst Franziskus in der Kirche in Finanzfragen aufräumen will. Die Finanzfragen haben jahrelang für Skandale gesorgt", sagt die euronews-Berichterstatterin.

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